Harz: Luchsgehege durch „Sabine“ beschädigt – drei Tiere weg

Bad Harzburg/Sankt Andreasberg.  Mitarbeiter des Nationalparks Harz stellten die „Abgänge“ am Dienstagmorgen fest – die Suche dauert an. Ein weiterer Luchs starb vor Ort.

Aus dem Luchsgehege des Nationalparks Harz bei Bad Harzburg sind infolge von Sturm „Sabine“ drei Tiere entkommen – ein weiteres ist tot. (Symbolbild)

Aus dem Luchsgehege des Nationalparks Harz bei Bad Harzburg sind infolge von Sturm „Sabine“ drei Tiere entkommen – ein weiteres ist tot. (Symbolbild)

Foto: Boris Roessler / dpa

Das vom Nationalpark Harz betriebene Luchsgehege bei Bad Harzburg ist in der Nacht zu Dienstag durch Sturm „Sabine“ beschädigt worden. Drei der insgesamt fünf dort lebenden Luchse sind ausgebrochen, ein weiteres Tier wurde am Morgen tot vorgefunden, wie die Nationalpark-Verwaltung in Sankt Andreasberg mitteilt.

Wegen „Sabine“: Bäume stürzen auf Zaun von Luchsgehege – ein Tier tot

Mehrere Bäume seien sturmbedingt auf den Zaun des Geheges gestürzt – dies haben Mitarbeiter am Dienstagmorgen festgestellt. Einer der dort lebenden Luchse sei nach wie vor vor Ort, ein weiterer wurde derweil tot aufgefunden. „Wir untersuchen nun, ob das Tier womöglich von einem Baum erschlagen wurde“, teilt Luchs-Experte Ole Anders mit.

Ausgebüchst sei unterdessen ein Trio der pinselohrigen Raubtiere – allesamt wie ihre Mitbewohner nicht mit einem Sender ausgestattet. Anders: „Wir haben bereits mit mehreren Mitarbeitern die umliegenden Wege und Gebiete abgesucht – bislang jedoch ohne Erfolg.“

Luchs-Koordinator Anders: „Wald ist groß, Luchse haben weiten Bewegungsradius“

Der Koordinator des „Luchsprojektes Harz“ zeigt sich bezüglich eines baldigen Abschlusses der Such-Aktionen eher zurückhaltend: „Die Waldgebiete im Harz sind groß, die Tiere haben naturgemäß einen weiten Bewegungsradius.“ Das Nationalpark-Team hoffe daher auch auf „Infos von außen“ – auch wenn Anders glaubt, dass die Luchse „aktuell noch nicht weit weg sind“.

Das Luchs-Trio Paul, Ellen und Alice war bereits im November 2014 aus dem Gehege an den Rabenklippen (etwa zehn Kilometer von Bad Harzburg entfernt) entkommen, nachdem Unbekannte den Zaun aufgeschnitten hatten . „Damals hat es mehr als zwei Wochen gedauert, bis alle drei wieder zurück waren“, erinnert sich Ole Anders. Dies könne nun durchaus wieder der Fall sein.

Harz- Während Sturm entlaufene Luchse weiter nicht auffindbar

Luchsgehege bei Bad Harzburg wird nun wieder repariert

Der „Sabine“-geschädigte Luchs-Zaun wird derweil von den Mitarbeitern des Nationalparks wieder instand gesetzt. Das Gehege wird vorerst nur von einem Tier bewohnt. mkl

Luchs breitet sich in Niedersachsen aus

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder