Wer integriert ist, soll bleiben dürfen

Elyas Sharifi (rechts) absolviert nach dem Schulabschluss eine Ausbildung im Schuhgeschäft.

Foto: Kleinschmidt

Elyas Sharifi (rechts) absolviert nach dem Schulabschluss eine Ausbildung im Schuhgeschäft. Foto: Kleinschmidt

Zu „Zum Geburtstag gibt es die Abschiebung“ vom 28 Dezember: Ich finde es besonders bedauerlich, dass jemand, der sich in unsere Gesellschaft integriert hat, abgeschoben werden soll, während ein straffällig gewordener Afghane – ein paar Seiten weiter – in Deutschland wahrscheinlich bleiben kann und die „Härte der deutschen Justiz“ zu spüren bekommt. Die Opfer/Hinterbliebenen leiden ihr ganzes Leben lang, während die Täter die Annehmlichkeiten der Gesellschaft nutzen können.

Gabriele Ziegert, Meine

Will man mit Willkür Menschen zermürben?

Ebenfalls zu diesem Thema:

Mich macht es immer wieder betroffen, dass Flüchtlinge, die sich integrieren, abgeschoben werden sollen, andere, die sich überhaupt nicht bemühen, eine Anerkennung oder einen Aufenthaltsstatus erhalten, nicht abgeschoben werden. Will man mit dieser Behördenwillkür diese Menschen mürbe machen oder was steckt dahinter? Ich bin empört und ratlos. Gerne hätte ich dazu mal eine Stellungnahme vom BAMF oder der

Ausländerbehörde. Ich finde, wir brauchen eine Überwachung der Arbeit (Beschwerdestelle) dieser Behörden, damit dieses unmenschliche Verhalten ein Ende findet. Was das an Steuergeldern kostet, wenn dieses dann wieder vor Gericht verhandelt werden muss, und so unnötig ist.

Simona Faulhaber, Wolfsburg

Versiegelung macht positive Effekte zunichte

Zu „5,5 Millionen für ein grüneres Braunschweig“ vom 21. Dezember:

Die Stadt Braunschweig war mit zwei Förderanträgen erfolgreich:

Grünes Licht gab es von Bund und Land für die Förderung von Projekten zum Klima- und Artenschutz. Die Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 5,5 Millionen Euro sollen mit einer 80-prozentigen staatlichen Förderung umgesetzt werden. Das ist eigentlich eine sehr gute Nachricht für die Stadt Braunschweig! Wäre da nicht das geplante interkommunale Gewerbe-und Industriegebiet bei Stiddien-Beddingen, das die beiden Oberbürgermeister der Städte Braunschweig und Salzgitter unbedingt durchsetzen wollen. Mit einer Fläche von 326 Hektar – abzüglich der Ausgleichsflächen bliebe dann immer noch eine Gesamtfläche von 228 Hektar, die für die Errichtung von Gewerbe und Industrie versiegelt wird. Nach der von der Stadt Braunschweig 2012 in Auftrag gegebenen Stadtklimaanalyse hätte das katastrophale Folgen für die Durchlüftung der Orte im BS-Südwesten sowie für die Innenstadt. Zusammenhängende größere Flächen mit ungestörter Durchlüftung findet man nur noch am Stadtrand oder außerhalb der Stadt. Und ausgerechnet am Stadtrand will man bei Stiddien-Beddingen das interkommunale Gewerbe-und Industriegebiet errichten. Setzt man das durch, dann müssten die 5,5 Millionen, die eigentlich für ein grüneres Braunschweig als Fördergeld bereitgestellt worden sind, dafür verwendet werden, um der Zerstörung von Klima- und Artenschutz durch ein solch großes Gewerbe-und Industriegebiet entgegenzuwirken. Ich glaube nicht, dass der Einsatz der Fördergelder, also unserer Steuergelder, so gewollt ist.

Klaus Werner und Markus Ratajczak, Braunschweig

Größte Priorität für

den Forschungsaspekt

Zu „Mehr Lärmschutz am Flughafen“ vom 19. Dezember:

Ich wage die Prognose, dass es in absehbarer Zukunft in Deutschland kein neues Flughafenprojekt geben wird. Zu groß sind heute die Widerstände, die solchen Vorhaben entgegengebracht werden. Im Umkehrschluss folgt daraus, dass vorhandene Einrichtungen sich geradezu zu kostbaren Raritäten entwickeln. Der Braunschweiger Flughafen befindet sich unter Wettbewerbsgesichtspunkten dabei als Forschungsflughafen in einer herausragenden Position und es sollte alles daran gesetzt werden, die komplette Infrastruktur auf einem anspruchsvollen Stand der Technik zu halten und dem Forschungsaspekt dabei größte Priorität einzuräumen. Nicht zuletzt sollte der Hinweis auf gesunkene Starts und Landungen als alarmierendes Signal gewertet werden.

Ulrich Bubel, Braunschweig

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