In Polen ist Busfahren ab 70 gratis

Zu „Seniorenticket kommt erst mal nicht“ vom 10. Juli:

Da flammte ein kleiner Hoffnungsschimmer auf, als ich den Vorstoß der CDU zur Einführung eines Seniorentickets las, und nun die Enttäuschung. Ich bin ehrenamtlich in der Seniorenarbeit engagiert und weiß aus vielen Gesprächen, dass es oft schwer fällt, das Geld für eine Seniorenkarte aufzubringen. „In Würde alt werden“ ist so ein schöner Satz, der gern benutzt wird, wenn es um die ältere Generation in unserer Gesellschaft geht, aber was heißt dies wirklich konkret. Nette Worte allein reichen da nicht aus, es braucht auch materielle Unterstützung. In unserem Nachbarland Polen fahren Menschen ab 70 in den öffentlichen Verkehrsmitteln kostenlos, können wir uns dies nicht leisten? Ich wünsche mir von unseren Politikern, die Haltung zum Seniorenticket nochmals zu überdenken.

Waltraud Liekefett,
Braunschweig

Trump nimmt Tote in Kauf

Zu „60.000 Neuinfektionen in USA – an einem Tag“ vom 9. Juli:

Ich bin wahrscheinlich als erster darauf gekommen, warum Herr Trump so aggressiv sorglos mit Corona umgeht. In seiner weisen Voraussicht lässt er nämlich die täglichen Infektionszahlen möglichst groß werden, weil er sich sicher ist, dass dadurch die Herdenimmunität ebenfalls ansteigt. Dabei hat er als Kollateralschaden die entsprechend hohe Zahl von Toten einkalkuliert. Diese setzt sich vorwiegend und glücklicherweise aus Menschen zusammen, die keine Krankenversicherung haben, sowieso schon krank, arm und möglichst schwarz sind. Natürliche Auslese wird er das nennen. So erfüllt er gleich drei seiner wichtigsten Visionen: Kein Corona mehr, Wiederwahl, America great again.

Franz Albert, Wolfenbüttel

Quote kein Qualitätssiegel

Zu „CDU-Spitze einigt sich auf Frauenquote“ vom 9. Juli:

Ca. 80 Prozent der Studierenden im Fach Medizin sind weiblich, weil sie oft bessere Abi-Noten haben und mehr Empathie zeigen. Wird hier der „Quotenmann“ mit Abi 4,0 und knapp geschafftem Studium auch als Chefarzt eingeführt? Sollen da auch Männerquoten her? Wer bevorzugt dann diesen Mediziner gegenüber einer Frau? In der Politik ist die Quote dagegen das Qualitätssiegel?

Hans Jürgen Wienroth, Schwülper

Erschreckende Bevölkerungszunahme

Zu „Europa wird alt und schrumpft“ vom 7. Juli:

Warum die Schrumpfung Europas so ein großes Problem sein sollte, erschließt sich mir nicht. Solange kluge Menschen darin wohnen, die Visionen haben, kann man weiterhin in Europa ein gutes Leben haben. Das Gegenteil von Schrumpfung sieht man bei genauer Betrachtung der Diagramme für Afrika. Eine erschreckende Bevölkerungszunahme für diesen Kontinent von jetzt auf 2100 in der Größenordnung der 5-fachen Bevölkerung Europas ist zu erwarten. Wie sollen die Menschen ernährt werden, und welche Perspektive sollen sie haben? Die Probleme sind jetzt bereits groß genug. Dass Europa nicht den Hauch einer Chance hat, einen wesentlichen Beitrag zur Lösung dieser Probleme leisten zu können, müsste eigentlich jedem klar sein. Es geht nicht um Millionen, sondern um Milliarden Menschen!

Dr. Reinhard Böttger, Lengede

Führungsstil glatte 6

Zu „Antwerpen muss bei Eintracht gehen“ vom 8. Juli:

Über 50 Jahre bin ich Anhänger von unserer Eintracht, aber was in den letzten Jahren abgeht, kann ich nicht nachvollziehen! Was ist das für ein Führungsstil? Es gehört sich wohl, dass man zuerst einmal Gespräche mit dem alten Trainer führt! Alle Argumente austauscht und dann entscheidet! Führungsstil glatte 6! Ich habe einmal gedacht, bei unserer Eintracht wäre das anders! Sie verspielen viele Sympathien nicht nur bei mir!

Rolf Hoffmann, Wendeburg

Umstieg vom Auto aufs Rad zweifelhaft

Zu „Radschnellweg wird immer konkreter“ vom 10. Juli.

Für den Radweg nach Wolfsburg sollen also allein an Planungskosten 500.000 Euro anfallen. Dazu noch die Millionen an Baukosten und dann über Jahre hinweg nicht unerhebliche Kosten für den Unterhalt. Und das für ein paar Radfahrer, die vielleicht vorher ein Auto benutzt haben. Es darf sehr bezweifelt werden, dass durch diesen Umstieg von wenigen Radfahrern der Energieaufwand und die Umweltverschmutzung durch den Bau jemals eingespart wird.

Henning Maushake,
Braunschweig

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