„Maskenpflicht hilft Geschäften“

Eine junge Frau trägt beim Einkaufen einen Mund- und Nasenschutz.

Eine junge Frau trägt beim Einkaufen einen Mund- und Nasenschutz.

Foto: Daniel Reinhardt / picture alliance/dpa

Zu „Handelsverband fordert Ende der Maskenpflicht – Virologen entsetzt“ vom 24. Juni:

Ich habe heute morgen beim Blick auf die Zeitung nur den Kopf schütteln können. Wie ignorant kann man eigentlich sein? Indem man ein Problem nicht wahrhaben will, verschwindet es doch nicht. Die Maskenpflicht hat sich als wirksam erwiesen, zumal viele Leute den Mindestabstand sowieso nicht einhalten, auch da, wo es möglich ist. Ich würde in einem Geschäft ohne Maskenpflicht garantiert nicht entspannt bummeln, sondern dieses Geschäft konsequent meiden.

Vanessa Lange-Seelig, Braunschweig

Beschäftigte nicht im Stich lassen

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Die Äußerung des Handelsverbandschefs bezeichne ich als demagogisch gegenüber den Hygienevorschriften in Niedersachsen. Wir in Niedersachsen stehen durch sie sehr gefestigt da. Die Maskenpflicht verleiht den Angestellten und Kunden ein wenig Sicherheit. Wir jedenfalls würden kein Geschäft betreten, in dem der derzeitige Standard aufgehoben würde. Online lässt sich viel erreichen, sogar der Abbau von Arbeitsplätzen. Dieses wünsche ich niemanden, unsere Verkäuferinnen und Verkäufer haben uns in der schlimmsten Zeit nicht im Stich gelassen, nun sollten wir sie nicht im Stich lassen – das geht aber nur, wenn die vorhandenen Kriterien stimmen.

Karl Nagel, Wolfenbüttel

Nicht leichtsinnig werden

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Kann man so etwas fordern , wo es doch um unser aller Gesundheit geht? Handelsverbandschef Krack kann doch froh sein, dass es uns in Deutschland sehr gut geht. Jetzt auch noch leichtsinnig werden, wo doch in den Geschäften von den Kunden kaum der Abstand eingehalten wird. Wenn das so weiter geht, kommt bestimmt bald die zweite Corona-Welle, und das will doch keiner. Also noch etwas durchhalten und nicht immer nur Forderungen stellen.

Manfred Hölscher, Wolfenbüttel

Ohne Maskenpflicht fühle ich mich unsicher

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Es ist Blödsinn, was der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands fordert. Wenn ich in der Stadt und in den Geschäften keine Masken mehr sehe, fühle ich mich viel unsicherer. Also ganz im Gegenteil: Mit mehr Masken würde ich wieder in die Stadt gehen und weniger bei Amazon und Co kaufen.

Bernd Heidemeyer, Wendeburg

Radikale Maßnahmen gegen Corona unnötig

Zum Leitartikel „Corona schwelt“ vom 24. Juni:

Uns geht in der Sicht auf Covid-19 ein wenig das Maß verloren. Nicht nur, dass die Infektion im Gegensatz zu anderen Krankheiten nur sehr selten schwere Verläufe kennt, oft sogar symptomlos verläuft. Auch wird im Leitartikel geschrieben, Corona hätte „die deutsche Wirtschaft lahmgelegt, Kindern die Schule genommen und Eltern den Job“. Nein, nicht Corona war es, sondern das, was die Politik daraus machte! Im April waren wir alle unvorbereitet und die Politiker agierten nach dem Prinzip lieber mehr als weniger. Wir sind sehr gut durch den April gekommen, und es ist jetzt sehr zu hoffen, dass wir mit den gemachten Erfahrungen nun zu differenzierteren und weniger radikalen Maßnahmen greifen und nicht auf die Drostens und Lauterbachs der Nation hören, die uns Tag für Tag mit der „zweiten Welle“ drohen! Leben ist immer lebensgefährlich, so sagte schon Erich Kästner.

Dr. Carsten Blum, Braunschweig

Kurzstreckentarif auch für Regionalzüge

Zu „Drei Haltestellen für 1,50 Euro“ vom 24. Juni:

Schade, der Tarif gilt leider nicht für Züge. Somit ist Salzgitter-Thiede abgehängt. Mit dem Bus erreichen wir mit Glück nur Rüningen. Eine Station mit der Bahn und wir wären in der Innenstadt. Bitte nachbessern.

Barbara Heinz, Salzgitter

Das gab es doch schon mal

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Ich bin Jahrgang 1928, und glaube mich zu erinnern, dass es in den Dreißigerjahren auch schon mal den Kurztarif für drei Haltestellen gab. Damals für zehn Pfennige. Und was gab es damals für uns Kinder für zehn Pfennige alles zu kaufen. Für fünf Pfennige beispielsweise eine Tüte Salmiakpastillen. Das waren noch Zeiten. Allerdings waren für Kinder zehn Pfennige viel Geld.

Hans Müller, Braunschweig

Seehofer stellt sich vor seine Beamten

Zu „Der Minister mit dem Dickschädel“ vom 24. Juni:

Ich muss kein Freund von Horst Seehofer sein, um sein Vorgehen in diesem Fall zu billigen. Wer sonst, wenn nicht der oberste Chef der Polizei, sollte sich vor seine Beamten stellen, um sie vor solchen Anwürfen wie dem Bericht in der „taz“ zu schützen. Das verlange ich einfach von ihm. Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit bin ich selbst mit einer Amtsautorität ausgestattet gewesen und weiß, wie schwierig es ist, dem eine persönliche Autorität beizufügen. Diese Problem haben nicht nur Polizisten, sondern zum Beispiel auch Lehrer. Seit langen beobachte ich den Verfall des Respekts gegenüber den Organen unseres Staates. Ich bin gespannt, wie das Gericht in einem eventuellen Verfahren gegen die „taz“-Journalistin urteilen wird. Man kann nicht alles billigen, auch wenn es unter dem Deckmantel der Satire publiziert wird oder man sich auf die Pressefreiheit beruft. Beleidigung bleibt Beleidigung. Notfalls relativiert der Autor hinterher den Bericht, aber ein wenig bleibt immer hängen. Steter Tropfen höhlt den Stein!

Peter Bayer, Braunschweig

Sonnenwind hat kaum Effekt auf Dürre

Zum Leserbrief „Planeten beeinflussen den Sonnenwind“ vom 24. Juni:

Selbst wenn der beschriebene Effekt relevant sein sollte, dann passt hier etwas nicht. Gegenwärtig befindet sich die Sonne in ihrem Aktivitätsminimum mit geringem Sonnenwind und wenig Solar Flares. Also müsste genau das Gegenteil der Fall sein, nämlich keine Behinderung von Wolkenbildung. Da wir aber Dürre beobachten, scheinen Ursachen wie der Treibhauseffekt plausibler zu sein. Außerdem werden ja zum Glück für uns alle der Sonnenwind und die damit verbundene gefährliche Strahlung durch das Magnetfeld der Erde abgeschirmt. Das Wettergeschehen spielt sich in viel geringeren Höhen ab.

Dr. Jörg Bendisch,

Braunschweig

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