„Schade, dass Gabriel geht“

Sigmar Gabriel verlässt den Bundestag schon zum November.

Sigmar Gabriel verlässt den Bundestag schon zum November.

Foto: Paul Zinken / dpa

Zu „Sigmar Gabriel verlässt Bundestag schon Anfang November“ vom 27. September:

Die Leute, die Herrn Gabriel am Sprechen im Bundestag gehindert haben, sollten schnellstens ihren Hut nehmen und ihren Platz in der ehemaligen Volkspartei für Leute wie ihn freimachen. Nun geht wieder einer, dem man seine Stimme geben konnte. Gute Nacht SPD!

Günter Schuppan, Braunschweig

Was nimmt sich Saudi-Arabien raus?

Zu „Was Touristen in Saudi-Arabien droht“ vom 30. September:

Auch das ist ein trauriger Zustand in unserer Welt: Der Anstandskatalog der Saudis, den es als Tourist in Saudi-Arabien einzuhalten gilt! Ich kann ehrlich gesagt geistig nicht nachvollziehen, was aufgeklärte freiheitsliebende Europäer, für die noch dazu die Gleichberechtigung von Mann und Frau eine Selbstverständlichkeit ist, dazu veranlasst, in diesem Staat zu urlauben!

Oder fehlt mir nur der Drang nach dem gewissen Kick, das Verbotene zu tun – zum Beispiel meiner Frau dort öffentlich Achtung und Zuneigung zu erweisen? Kein Land sollte einem so verlockend sein, dass man dazu bereit ist, derart sein Ich zu entstellen, wie es Saudi-Arabien von einem verlangt!

Rüdiger Reupke, Isenbüttel

Klimaschutz ist keine Weltanschauung

Zu den Leserbriefen vom 28. und 30. September zur Meinungsvielfalt in Sachen Klimaschutz:

Klimaschutz ist keine Weltanschauung. Ob Sozialismus oder Kapitalismus, Republik oder Monarchie – die bessere Lösung ist, ist objektiv nicht endgültig entscheidbar. Die dramatischen Klimaveränderungen und der Mensch als Verursacher sind wissenschaftlich belegt. Wer immer noch behauptet, die Erde sei eine Scheibe, ist kein Klassenfeind, sondern weitgehend befreit von Allgemeinwissen. Man kann heute Thunberg verteufeln wie dereinst Galilei, die Tatsachen ändert das nicht. Das Besondere heute ist jedoch, dass der Klimawandel eine substanzielle Bedrohung darstellt. Natürlich darf man ihn leugnen, allerdings behindert das viele dringend und schnell notwendige Veränderungen. Möglicherweise erklärt das die Heftigkeit mancher Reaktionen auf diese Form der Realitätsverkennung. Alexander Bültemann,
Wolfenbüttel

Profis hängen die Messlatte zu hoch

Zum Text „Los, Leute, schreibt Blödsinn“ vom 28. September:

Martin Jasper saß nicht als Laie, sondern als Profi in der Lesung. Vielleicht macht das den Unterschied in der Beurteilung aus. Für mich völlig unverständlich wertet er das autobiografische Schreiben, das Doris Dörrie dem Publikum mit Humor und Lebendigkeit näherbringt, als „Tintenklekserei“ ab. Er verlangt „Relevanz und Originalität und Talent“ sowie den Blick auf die Leser. Doris Dörrie ermutigt die Zuhörer, beim Schreiben „auf Scham, Angst und Selbstzweifel zu pfeifen.“ Dabei kommen sie sich und ihrer Geschichte auf die Spur. Das ist der Sinn von autobiografischem Schreiben. Die Leser kommen erst viel später.

Heike Pfingsten-Kleefeld,
Braunschweig

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