„Alle profitieren von Energiewende“

Windkraft ist seit Jahren ein Streitthema.

Windkraft ist seit Jahren ein Streitthema.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Zu „Wut bei den Bürgern, Alarm in der Branche“ vom 21. August:

Großer Murks beim Windkraftausbau und anderen alternativen Energieanlagen: Jedes Bundesland agiert mit eigenen Vorschriften agiert. Bedenkenträger finden über Gebühr Gehör. Und: Trotz gegenteiliger Beteuerungen jedweder Grund gut genug ist, um solche Anlagen zu verhindern.

Trotz ausgiebigster öffentlicher Beteiligung von Einzelnen, Vereinen, Verbänden und anderen und unter Berücksichtigung möglichst jedes Einwands bei der Planung, wird nach Beschlussfassung dennoch dagegen geklagt, weil irgendwer die Anlage – egal wie – verhindern will. DA wir alle von der Energiewende durch die bessere Umwelt profitiere sollen, halte ich irgendwelche finanziellen Beruhigungspillen an angeblich doch Benachteiligte für nicht angebracht.

Thomas Martin, Wendeburg

Es gibt bessere Gründe für eine Verhüllung

Zu „VW: Name der VW-Halle beim AfD-Parteitag verhüllen“ vom
22. August:

Das Abkleben des Schildes „Volkswagen-Halle“ anlässlich des AfD-Parteitages ist schlechthin lächerlich. Zur Umbenennung der Halle gäbe es sicher andere Gründe, die im VW-Konzern selbst zu finden sind.

Torsten Hinz, Braunschweig

Heuchlerisches Verhalten

Ebenfalls dazu:

Die AfD ist eine vom deutschen Volk demokratisch gewählte Partei. Mir ist spontan die Bibelstelle Matthäus 7, 1-5 dazu eingefallen: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden und nach dem Maß, mit dem ihr messt, werdet ihr gemessen werden. Warum siehst du den Splitter im Auge Deines Bruders, aber den Balken in Deinem Auge bemerkst Du nicht? Oder wie kannst Du zu Deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! – und siehe, in Deinem Auge steckt ein Balken! Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus Deinem Auge, dann kannst Du zusehen, den Splitter aus dem Auge Deines Bruders herauszuziehen!“ Ich fände es im Gegenzug angemessen, den Schriftzug der Halle unkenntlich zu machen während christlicher Veranstaltungen oder Versammlungen der CDU, die tragen ja schließlich auch das Wort christlich in ihrem Logo. Das ist nach dem Diesel-Skandal mit christlichen Werten ja auch nicht zu vereinbaren, oder?

Marita Fasanya, Braunschweig

Idee für neuen Namen auf Zeit

Zum selben Thema:

Allein die Vorstellung, hier in Braunschweig einen Parteitag der AfD ertragen zu müssen, ist schon harte Kost.M ein Vorschlag zur zeitweiligen Umbennung lautet: „Braun-Schweig-Halle“.

Felicitas Mast, Braunschweig

Asse: Eine Lösung wird sehr lange dauern

Zu „Asse-Räumung kostet noch viele Milliarden“ vom 14. August:

Bei einer Diskussionsrunde mit Asse-Aktivisten und Umweltschützern erfuhr ich, dass zum Schutz der Bevölkerung vor der Strahlung des Atommülls dieser mithilfe von Robotern durch einen noch zu bauenden Tunnel abtransportiert werden soll, aber nicht zum Lager Konrad. Wohin also? Da tauchte der alte Vorschlag wieder auf, den Atommüll doch den Verursachern vor die Haustür zu kippen. Angesichts dieser Diskussionsqualität hatte ich den Eindruck, dass der Streit darüber, wo der Müll hinkommen soll, vermutlich noch so lange dauern wird, bis auch die allerletzte Radioaktivität des Asse-Mülls abgeklungen sein wird, ehe es zu einer Einigung kommt.

Heinz-Joachim Schwarzberg,
Braunschweig

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht

Zu „Auf verlorenem Posten“
vom 22. August:

Das Zitat von Frank Balzer zu Frau Giffey ist schon sehr gewagt. Richtig – für den Parteivorsitz braucht sie keinen Titel. Handwerklich mag sie auch dazu im Stande sein, aber wer bereits bei der Arbeit zum eigenen Titel geschummelt hat, ist auch nicht weit davon entfernt, in anderen Angelegenheiten weiter zu schummeln. Die SPD muss sich erneuern, aber mit Sicherheit nicht mit Leuten, denen die Wahrheit vermeintlich nicht so wichtig ist

Gisela Kamp, Braunschweig

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