„Entscheidung macht Eigentümer sprachlos“

Es gibt neue Pläne für ein interkommunales Gewerbegebiet.

Es gibt neue Pläne für ein interkommunales Gewerbegebiet.

Foto: Lino Mirgeler / dpa

Zu „Braunschweig und Wolfenbüttel planen Gewerbegebiet an der A 36“ vom 21. August:
Ziemlich verwundert und auch schockiert nahmen wir die Idee zum Gewerbegebiet an der A 36 bei Fümmelse zur Kenntnis. Aktuell wird ein weiteres Neubaugebiet in Fümmelse erschlossen, in dem die Grundstücke hochpreisig vermarktet worden sind. Die dortigen Baubestimmungen widersprechen zutiefst der Planung eines Gewerbegebiets direkt nebenan. So hat die Stadt Wolfenbüttel die Käufer und zukünftigen Bauherren, mit dem Ziel, den dörflichen Charakter des Ortsteils Fümmelse beizubehalten, fast weltfremd in der Art und Weise des Neubaus beschränkt. Selbst beauftragte Bauträger wunderten sich über solch starre und mittlerweile nicht mehr zeitgemäße Bestimmungen. Dass nun diese idyllische ländliche Gegend durch ein Gewerbegebiet zerstört werden soll, macht uns Grundstückseigentümer in Hinblick auf die Argumentation sprachlos.
Sergej Zimmermann, Braunschweig

Hoffentlich gibt es eine Bürgerinitiative

Ebenfalls dazu:
Gerade hat die Stadt Wolfenbüttel Grundstücke für 220 Euro pro Quadratmeter in unmittelbarer Nähe verkauft, nun tritt sie den ahnungslosen Käufern in den Allerwertesten, indem sie ihnen ein Gewerbegebiet vor die Nase setzt. Die Lage ist nicht mittendrin in der Industrie- und Forschungsregion, sondern zwischen zwei Wohngebieten. Vernünftig wäre es, aus den Erfahrungen des gescheiterten Industriegebietes bei Üfingen und Gleidingen zu lernen. Hier haben sich mündige Bürger gewehrt und das pragmatische Handeln der Politiker verhindert. Unglaublich, wie Sie sich hier über die Sorgen der Anwohner lustig machen. Ich kann nur hoffen, dass sich eine starke Bürgerinitiative zur Verhinderung dieses Irrsinns findet.
Frank Mühl, Thiede

Tote Bäume fördern Borkenkäfer nicht

Zum Leserbrief „Zerstörung ist kein Naturschutz“ vom 22. August über den Borkenkäfer im Harz:
Der Nationalpark Harz wird von der Leserbriefschreiberin grundlos beschimpft. Der Borkenkäfer gedeiht nur in der saftigen Schicht zwischen der Rinde und dem Holz von lebenden kranken Bäumen. Wenn er darin seine Larven untergebracht hat und die neuen Käfer ausfliegen, dann sind die abgestorbenen Bäume für ihn keine Nahrungsbasis mehr.

Die toten Bäume fördern nicht mehr den Borkenkäfer, wohl aber andere Insekten. Die bereiten als nützliche Destruenten daraus Nährstoff für künftigen Wald vor. Welche Sorte Wald sich künftig in Anpassung an das sich ändernde Klima entwickeln wird, wissen wir noch gar nicht. Aber eine wichtige Aufgabe von Nationalparks ist ja gerade, nicht beeinflussten Raum für das Lernen und Verstehen der Naturvorgänge zu haben.
Richard Goedeke, Braunschweig

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (2)