„Die Kritik an Thunberg stinkt“

Großbritannien, Plymouth: Greta Thunberg, Klimaaktivistin und Schülerin aus Schweden, steht in einer Marina. +

Großbritannien, Plymouth: Greta Thunberg, Klimaaktivistin und Schülerin aus Schweden, steht in einer Marina. +

Foto: Kirsty Wigglesworth / dpa

Zum Leserbrief vom 19. August zum Artikel „Greta Thunberg beginnt Atlantik-Überfahrt im Segelboot“ vom 15. August:

Die schlimmen Anfeindungen, denen Greta Thunberg mittlerweile ausgesetzt ist, stinken so zum Himmel, dass sie eine Unmenge an CO2 freisetzen. Offensichtlich erkennen viele Erwachsene, darunter sehr viele Politiker, dass ihre Unfähigkeit, der Klimakatastrophe entgegen zu steuern, ruchbar geworden ist. Als Negativbeispiel Nummer Eins sei hier nur Deutschlands Oberhaupt Angela Merkel genannt. Hätte sich Merkel 2015 dem Klimawandel mit der gleichen Energie wie den Flüchtlingen zugewandt, wäre Europa und Deutschland eine Zerreißprobe erspart und dem Weltklima, und damit ja automatisch auch den Flüchtenden, fünf vor statt fünf nach Zwölf geholfen worden.

Und was Thunbergs Atlantiküberquerung betrifft, da sollten sich ihre Kritiker in Bezug auf die Ökologie sehr zurücknehmen. Denn zurückschwimmen können Greta und ihre Begleiter ja wohl nicht.

Claus Reis, Schwabach

„Ich bin Stolz auf die junge Generation“

Zum selben Thema:

Der Autor des Leserbriefs nimmt in keiner Weise Stellung zum Anliegen der jungen Leute. Vielmehr spricht er der jungen Frau ab, dass sie sich mit dem Thema Klimaveränderung auseinandergesetzt hat und deshalb etwas unternimmt. Dann folgt eine Verschwörungstheorie und er bittet Ihre Zeitung, diese zu untermauern. Und was bitteschön sind die im Dunklen bleibenden Ziele, wenn nicht eine rasche Änderung der Klimapolitik? Befürchtet der Autor eine Übernahme der Weltherrschaft durch junge Klimaaktivisten?

Ich habe selbst Kinder in dem Alter und ich muss sagen, dass ich stolz auf diese Generation bin. Und nur weil sich der Leserbriefautor offenbar nicht für das eigentliche Thema interessiert, muss er ja nicht denken, dass das für alle Menschen in unserem Land gilt. Demokratie geht anders.

Dr. Jörg Bendisch, Braunschweig

Wie kommt Greta Thunberg zurück?

Ebenfalls dazu:

Mir ist eine noch von niemandem gestellte Frage eingefallen, und zwar: Wenn, wie berichtet, Mitarbeiter von Boris Herrmann nach Gretas Ankunft in die USA fliegen, um die Yacht zurückzuholen, wie soll dann das Kind zurück nach Schweden kommen?

Etwa (fast) klimaneutral mit Rentier- und Hundeschlitten über Alaska und Kamtschatka? Als Nebeneffekt könnten bei dieser Lösung auch die verheerenden Folgen der Taiga-Brände begutachtet und eventuell ein Sitzstreik an der Kreml-Mauer abgehalten werden. Oder ist doch eine andere Variante angedacht?

Galina Range, Braunschweig

Das Verhalten schadet der Demokratie

Zu „Heftiger Gegenwind für die CDU-Chefin“ vom 19. August:

Maaßen hat es gewagt, Zweifel an der offiziellen Darstellung der Ereignisse von Chemnitz zu äußern und darüber hinaus die politisch korrekte Flüchtlingspolitik zu kritisieren. Dafür soll er nun endgültig mundtot gemacht werden. Das ignorante und arrogante Verhalten von Kramp-Karrenbauer schadet nicht nur ihrer Partei, sondern vor allem unserer Demokratie.

Uwe Marquardt, Braunschweig

Nabucco: Der Kritiker merkt es nicht

Zu „Glückhafte Bekehrung des Tyrannen“ vom 19. August:

Wunderbar: Nabucco im Wüstensand. Eine rundum schlüssige und mitreißende Aufführung. Alles stimmte: ein sehr gutes Orchester, hervorragende Sänger und Sängerinnen, der spannend geschminkte, gut singende und agierende Chor und eine Inszenierung, die mich fesselte und die Zeit vergessen ließ. Gerade der Machtmissbrauch wurde in starken Bildern ausgedrückt. Nur, wie so oft, der Kritiker merkt es nicht. Warum muss dieser Kritiker immer wieder ein verzerrtes Bild des Braunschweiger Kulturlebens liefern, sich mit unbedeutenden Kleinigkeiten aufhalten und das bemängeln, was gerade nicht seinen persönlichen Geschmack trifft? Das wirklich Gute hat er fast nie als Ganzes erkannt.

Gabriele Carl-Liebold, Münstedt

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