„Tierquälerei auf Harzer Rennbahn“

Bei den Harzburger Rennwochen mussten die Reiter beim Seejagdrennen baden gehen.

Bei den Harzburger Rennwochen mussten die Reiter beim Seejagdrennen baden gehen.

Foto: Epping

Zu „Schnell den Sattel loswerden bei der Hitze“ vom 24. Juli:

Ich bin selbst Reiterin, früher Turnierreiterin, und halte bis heute eigene Pferde. Ich bin aufs Schärfste empört und fassungslos, dass dieser Tierquälerei auf der Harzburger Rennbahn nicht von offizieller Stelle Einhalt geboten wird! Das am vermutlich heißesten Tag der letzten 25 Jahre überhaupt Rennen stattfinden dürfen, egal zu welcher Zeit, ist nicht nachvollziehbar. Dies sollte auch von den Zuschauern durch Fernbleiben demonstriert werden, doch auch hier lockt das schnelle Geld.

Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Wenn ich lesen muss, welche Art von Rennen den Pferden am Donnerstag zugemutet werden soll, kann ich nur feststellen: Es ist beschämend, wie die angeblich verantwortungsbewussten Trainer und Besitzer vor dem Hintergrund des größtmöglichen Profites bereit sind ihre Pferde zu opfern. Die champagnertrinkenden, „groß behüteten“ Pferdebesitzerinnen und vermeintlich wichtige Personen auf der Ehrentribüne wird dies alles nicht interessieren. Es geht nur um den maximalen Gewinn, der aus den Pferden herauszuholen ist. Als Reiterin schäme ich mich für diese Sparte des deutschen Reitsports. Wo bleiben hier die oft so präsenten Tierschützer?

Ingeborg Naujok, Hedeper

Pferde werden über Rennbahn gejagt

Ebenfalls dazu:

Wir reden von Hitzerekorden – und in Bad Harzburg lässt man Pferde über die Rennbahn jagen. Das Wohlergehen dieser armen Kreaturen scheint wohl zweitrangig zu sein. Fühlt sich keine Behörde angesprochen, diesen Wahnsinn zu beenden, und zwar zum Wohl der Pferde und nicht zum Wohle der Geldbörsen von Besitzern und Veranstaltern?

Anne Morzyk, Salzgitter

Das Geld sollte keine Rolle spielen

Ebenfalls dazu:

Warum wird angesichts der apokalyptischen Temperaturen das Pferderennen nicht abgesagt? Die Antwort darauf ist einfach: Es geht um große Summen Geld, und wer wird denn um des Wohls der Tiere willen darauf verzichten wollen? Die zu Rennmaschinen umfunktionierten Tiere werden eben „runtergekühlt“, und schon passt es wieder. Und um sensible Gemüter zu beruhigen, wird zum Schein des Gerechten der Start um wenige Stunden verschoben – und dabei, trotz angewandter Tricks, das weitere Kollabieren von Pferden in Kauf genommen. Fazit: Eine derartige exzessive Tierquälerei gehört, Geld hin oder her, umgehend verboten!

Margret Giese, Wolfenbüttel

Und was ist mit den Grillabenden?

Ebenfalls dazu:

Da empören sich doch tatsächlich einige Mitmenschen über die bei der Hitze stattfindenen Harzburger Galopprennwoche. Da stimme ich dieser Empörung zu, nur haben die Menschen auch mal einen Gedanken an die Tiere verbracht, die ihnen die tollen Grillabende bescheren? Denkt mal drüber nach!

Sylvia Lippe, Salzgitter

Deutschland ist kein Vorreiter

Zu „Grüne wollen Inlandsflüge beenden“ vom 24. Juli:

Aus Klimaschutzgründen wollen die Grünen die Inlandsflüge beenden. Vor etwa 19 Jahren beschloss auf Druck der Grünen die damalige Bundesregierung das Magnetschwebebahnbedarfsgesetz, welches den Bedarf an einer Schwebebahn zwischen Hamburg und Berlin gesetzlich feststellte, wieder aufzuheben. Damit war das Projekt, fast ohne CO2 Ausstoß mit der Magnetschwebebahn von Hamburg nach Berlin innerhalb einer Stunde zu gelangen, gestorben. Es hätte weniger Lkw auf den Autobahnen gegeben, geringeren CO2-Ausstoß, geringere Belastung der Fahrbahnen, weniger Lkw-Unfälle, weniger Tote, weniger Staus auf den Autobahnen und so weiter. Deutschland hat es leider verpasst, bei einem fortschrittlichen Umweltschutzprogramm der Vorreiter zu sein.

Ekkehard Senf, Wolfenbüttel

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder