„Jetzt war es also doch der Gärtner“

Polizeibeamte durchsuchen am 30. Juli 1989 den Wald in der Göhrde nach Spuren der Täter, die ein Hamburger Ehepaar getötet hatten. Nach der Aufklärung von zwei fast 30 Jahre zurückliegenden Doppelmorden in der Nähe von Lüneburg prüft die Polizei weitere ungelöste Fälle.

Polizeibeamte durchsuchen am 30. Juli 1989 den Wald in der Göhrde nach Spuren der Täter, die ein Hamburger Ehepaar getötet hatten. Nach der Aufklärung von zwei fast 30 Jahre zurückliegenden Doppelmorden in der Nähe von Lüneburg prüft die Polizei weitere ungelöste Fälle.

Foto: Michael Behns/dpa

Lüneburg  Zu „Fünf Opfer: Ermordete Friedhofsgärtner noch mehr Menschen?“ vom 29. Dezember:

Geradezu unheimlich war seinerzeit der Umstand, dass am Auffindungstag der Leichen des Ehepaares aus Hamburg-Bergedorf nur 800 Meter Luftlinie entfernt zwei weitere Menschen stranguliert beziehungsweise erschossen wurden. Die vor Ort befindliche Kripo war also ganz in der Nähe mit den Ermittlungen beschäftigt und hatte dennoch nichts von der Hinrichtung weiterer Menschen mitbekommen. Diese Leichen wurden erst bei der Untersuchung des ersten Mordfalles völlig überraschend entdeckt. Bei Schussversuchen an den Auffindungsorten wurde festgestellt, dass tatsächlich ein Pistolenschuss in 800 Metern Entfernung nicht mehr akustisch wahrnehmbar war, weil der zweite Tatort in einer Senke lag. Eine 40-köpfige Sonderkommission wurde damals aufgestellt. Auch eine ungewöhnlich hohe Belohnung von 50 000 Mark half nicht. Nun war es also doch der Gärtner.

Armin Rütters , Sickte

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