Wortschatz

Trost Hawaii

Auf Hawaii kennt man einen Ausdruck dafür kennt, eine Wegbeschreibung zu hören, sie nach dem Loslaufen aber irgendwann wieder zu vergessen.

Desk-Chef Harald Likus

Die Frage „’Ōlelo Hawai’i ’oe?“ (Sprechen Sie hawaiisch?) verneine ich nahezu ungeniert. Im Polynesischen ist es dann auch mal vorbei mit der Polyglotterei. Ich kenne nur „Aloha“ (Hallo). Und nun habe ich noch ein süßes hawaiisches oder auch hawaiianisches Wort gelernt. Nach meinem kleinen Text über den finnischen Fachbegriff, der das häuslich einsame Trinken in Unterwäsche bezeichnet („Kalsarikännit“), hat mir nämlich der nette Kollege N. aus Gifhorn gesteckt, dass man auf Hawaii einen speziellen Ausdruck dafür kennt, eine Wegbeschreibung zu hören, sie nach dem Loslaufen aber irgendwann wieder zu vergessen: „Akihi“.

Oh und Ah und Kikeriki, auf das Wort habe ich gewartet! Sofort fallen mir etliche Akihi-Situationen ein. Ich rede über Wegbeschreibungen à la „Also das ist ganz einfach, Sie gehen immer der Nase nach, dann rechts, nochmal rechts und an der Ecke, wo früher der Bäcker war, geradeaus-links-schräg, und dann sind Sie auch bald da, wobei: Vielleicht war das auch ein Metzger…“

Derlei hatte oft den Effekt, dass man die Beschreibung nicht nach dem Loslaufen, sondern eigentlich schon vergessen hatte, während man noch zuhörte. Ist das dann auch noch „Akihi“? Ach ja: Dass ich viele der Beschreiber sehr nett fand, obwohl ich die Beschreibungen nicht verstanden habe, möchte ich schon noch hinzufügen. Herzlichen Dank also, Ihr lieben rätselhaften Wegweiser – oder Mahalo, wie man auf Hawaii sagen würde!

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