Angesagt

Kleinkram

Zum Glück habe ich die Lösung für unseren Vater-Tochter-Konflikt gefunden: Münz-Tauschautomaten, die neuerdings in vielen Supermärkten stehen.

Mein Vater besucht uns beinahe täglich. Ich mache ihm Kaffee, er spielt mit meinen Kindern. Wir sind meistens derselben Meinung – aber nicht, wenn es um Kleingeld im Portemonnaie geht. Ich sage: „Ich versuche so wenig Münzen wie möglich zu behalten und bringe notfalls die Kassiererin mit einem Haufen Kleingeld ins Schwitzen.“ Mein Vater sagt: „Ich zahle fast immer mit einem Schein. Münzen rauszusuchen ist mir zu mühselig.“ Sie landen dann in seinen Jackentaschen. Die Jacke meines Vaters ist folglich schwer wie eine Röntgenjacke. Zum Glück habe ich die Lösung für unseren Vater-Tochter-Konflikt gefunden: Münz-Tauschautomaten, die neuerdings in vielen Supermärkten stehen. Das Prinzip: Man schüttet seine Münzen in einen Automaten. Dieser zählt das Kleingeld und spuckt einen Bon mit dem ermittelten Betrag aus. Der Bon kann im Supermarkt mit dem Einkauf verrechnet oder das Geld kann ausgezahlt werden. Welche Wonne, dieses Erlebnis mit den Jackentaschen meines Vaters zu teilen! Wir schmissen in den Automaten 485 Münzen, bestehend aus Fünf-, Zwei und Ein-Centstücken. Dies ergab die Summe von 14,23 Euro, von denen uns nach Abzug einer Gebühr 12,82 Euro übrig blieben. Wenn das immer so spaßig ist, Kleingeld zu horten, kann mein Vater getrost damit weitermachen.

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