460 Gäste feiern in Lehre den Feuerwehrball

Lehre.  Die Wehren aus Wendhausen, Lehre und Groß Brunsrode hatten am Samstag zum großen Feuerwehrball in die Börnekenhalle geladen. Und 460 Gäste kamen.

460 Gäste kamen am Samstag zum traditionellen Feuerwehrball in die Börnekenhalle in Lehre. Eingeladen hatten die Wehren aus Wendhausen, Lehre und Groß Brunsrode.

460 Gäste kamen am Samstag zum traditionellen Feuerwehrball in die Börnekenhalle in Lehre. Eingeladen hatten die Wehren aus Wendhausen, Lehre und Groß Brunsrode.

Foto: Erik Beyen

Stets am Anfang eines Jahres laden die Feuerwehren aus Lehre, Wendhausen und Groß Brunsrode zum Feuerwehrball in die Börnekenhalle. Ein Fest, das offenbar an Beliebtheit kaum zu toppen ist. 460 Gäste zählten die drei Ortsbrandmeister, Jan Wehrstedt aus Lehre, Christian Gericke aus Wendhausen sowie Simon Rebel aus Groß Brunsrode, am Samstag. Die drei Herren begrüßten in ihrer Galauniform jede Dame persönlich und reichten ihr eine rote Rose. Bis in die frühen Morgenstunden sollen die Gäste gefeiert und getanzt haben. Die Musik dazu lieferte die Band Vis á Vis aus Lübeck. Ein Glücksgriff, denn die eine Dame und drei Herren auf der Bühne machten wirklich jeden Song tanzbar.

Feuerwehrmänner reden nicht viel, die handeln. Und so fassten sich die drei Ortsbrandmeister bei ihrer Begrüßung kurz. Das war keine leichte Aufgabe, denn allein das Abarbeiten der Liste der Ehrengäste hätte ordentlich Zeit gebraucht. Doch die Männer sind Pragmatiker, also begrüßten sie die wichtigsten Einzelpersonen und beschränkten sich bei Organisationen auf die Nennung eben dieser. Auf den Listen standen unter anderem Landrat Gerhard Radeck mit Frau Kathleen, die Ortsbürgermeister von Wendhausen, Lehre und Groß Brunsrode, Gemeindebürgermeister Andreas Busch, die Ehrenbrandmeister, Kreisbrandmeister Olaf Kapke, Vertreter der örtlichen Vereine, die Partnerfeuerwehren aus Großmehring in Oberbayern und Jävenitz bei Gardelegen in Sachen-Anhalt sowie eine Delegation der Malteser in Wendhausen. Das ging doch ganz flott, was auch gut so war, immerhin kroch den Gästen der Duft des üppigen Buffets in die Nasen. Das war im Foyer der Halle aufgebaut.

„Den Ball gibt es schon, seit es die Feuerwehr gibt – mit Unterbrechungen zu Kriegszeiten“, erzählte Wilfried Günther. Er war bis 2013 Ortsbrandmeister in Lehre. 1850 gründete sich die Wehr einst, so lange bereits schweben die Damen und die Herren also einmal jährlich über das Parkett, einst im Gasthaus, doch bei 460 Menschen macht sich die Halle besser, und: „Der Ball ist wohl die einzige Veranstaltung in Lehre, die noch richtig funktioniert“, war sich der stellvertretende Ortsbrandmeister in Lehre, Maik Goerke, sicher. Das durfte er auch sein, denn tatsächlich gab es nach der offiziellen Tanzeröffnung durch die Brandmeister kaum eine Minute, in der die große Tanzfläche vor der Bühne nicht mit Herren im feinen Zwirn und Damen in Ballkleidern gefüllt war.

Am Rande gab es echte Freundschaftsbekundungen. Eine sprach der Ortsbrandmeister aus Jävenitz, Sven Kozisnik, in einem Gespräch aus: „Wir sind nicht mehr nur Partner, wir sind Freunde geworden“, sagte er und lobte den Ball, den es so wohl nicht noch einmal gebe. Die Freundschaft zwischen den beiden Wehren gehe so weit, dass man, wenn vor Ort, auch gemeinsam ausrücke. In solchen Fällen muss die Freundschaft sicherlich schon sehr groß sein.

Auch die Delegation der Bayern ließ sich nicht lumpen und dankte für die Einladung mit einer kleinen Ansprache auf echt Bayerisch von Gruppenführer Thomas Roth samt Präsent für jeden der drei Ortsbrandmeister.

Ach nein, in Bayern sind das die Oberbrandmeister. Bei diesem Begriff schmunzelte die versammelte Gemeinde in der Halle. Die Dienstgrade der Wehren, lernen wir, sind zwar vergleichbar, jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Feuerwehren sind Ländersache.

Apropos: Großmehring ist eine kleine Gemeinde mit etwa 7000 Einwohnern. Die Wehr zähle 75 Aktive, eine Traumquote für manch hiesige Wehr. Jävenitz in Sachen-Anhalt hat etwa 1200 Einwohner und zählt 34 aktive Feuerwehrleute. Besonders rege arbeiten wohl die Jugendwehren Jävenitz und Lehre zusammen.

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