Braunschweig. Wie Studierende die Zeit in Braunschweig voll auskosten können: vom traumhaften Ausblick bis zum kostenlosen Kulturangebot.

Wer in Braunschweig studiert, sollte mehr von der Stadt gesehen haben als bloß das Audimax, die HBK-Bibliothek oder den Nudelteller in der Mensa. Denn das Leben besteht schließlich nicht nur aus Büffelei! Hier kommen sieben Tipps, was Studierende, vor allem Erstsemester, machen können, um ihr Studium voll auszukosten.

1. „Ich liebe dich“ in vielen Sprachen sagen lernen

Wenn ihr schon immer mal euer Spanisch für den nächsten Mallorca-Urlaub aufbessern wolltet, dann könnt ihr als Studierende der TU Braunschweig und der HBK Braunschweig kostenfrei einen Sprachkurs beim Sprachenzentrum belegen – von Arabisch über Schwedisch, Polnisch bis Japanisch. Dabei muss das Level des Kurses selbstverständlich eurem Sprachniveau entsprechen. Vorab erfolgt deshalb ein Einstufungstest. Ein schöner Nebeneffekt: Ihr sammelt Credits. Ein anderer nicht zu verachtender Nebeneffekt: Ihr lernt Studierende anderer Studiengänge und Semester kennen und vielleicht ja auch lieben – „ti amo“ sagt man auf Italienisch.

2. Das Braunschweiger Nachtleben entdecken

Von allen Seiten hört man es: „Das Studium ist die geilste Zeit deines Lebens.“ Und in der Regel stimmt das, denn in keiner anderen Lebensphase wird so viel gefeiert. Es ist die Zeit, in der epische WG-Partys geschmissen werden, man über Ecken irgendwie auf einer Verbindungsparty landet oder sich nach einer erfolgreichen Bib-Session auf der „Meile“ belohnt. Ihr seid jung, wild und frei – solange keine Prüfungsphase ist. Kostet die Zeit aus, damit ihr später im Berufsleben wehmütig zurückblicken könnt.

3. Mit dem Semesterticket durch Niedersachsen heizen

Niedersachsen ist nicht nur flächenmäßig das zweitgrößte Bundesland Deutschlands, sondern wahrscheinlich auch das landschaftlich abwechslungsreichste Bundesland. Immerhin hat es Meer, den Harz und die Heide zu bieten. Mit dem Niedersachsenticket kann all dies erkundet werden. Apropos Harz: Etwa von Bad Harzburg lassen sich viele Wanderungen mit dem Zug aus Braunschweig starten.

Doch damit nicht genug: Die Nahverkehrszüge bringen euch sogar nach Bremen, Hamburg und teilweise in umliegende Bundesländer wie Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein oder Hessen. Sogar nach Hengelo in die Niederlande kann mit dem Semesterticket gereist werden. Doch es geht noch mehr: Sowohl an der TU Braunschweig als auch an der HBK habt ihr die Möglichkeit, euer Semesterticket mit dem 49-Euro-Deutschlandticket zu upgraden. Dann gibt es kein Halten mehr. Nachhaltiger und günstiger kann man nicht reisen.

Die Technische Universität Braunschweig hat Anfang der Woche die „Erstis“ begrüßt. Wir geben Tipps, was Studis in Braunschweig erleben können.
Die Technische Universität Braunschweig hat Anfang der Woche die „Erstis“ begrüßt. Wir geben Tipps, was Studis in Braunschweig erleben können. © Braunschweig | Darius Simka

4. Mit der Theaterflat Staatstheater und Co. besuchen

Das Semesterticket der TU Braunschweig enthält eine Theaterflat, mit der ihr das Staatstheater Braunschweig, das Lot-Theater und das Theater Fadenschein besuchen könnt. Dafür werden euch zwar zwei Euro des Semesterbeitrags abgezwackt, aber ihr könnt so kostenfrei diese Kultureinrichtungen besuchen. Es gibt nur kleine Einschränkungen. So gilt die Theaterflat zum Beispiel am Staatstheater Braunschweig nicht für Premieren oder Sonderveranstaltungen wie etwa das Festival Theaterformen.

Alle Informationen gibt es auf der Homepage des Asta der TU Braunschweig. Auch HBK-Studierende erhalten mit ihrem Semesterticket freien Eintritt zu den oben genannten Theatern, aber darüber hinaus auch zum Braunschweig International Film Festival sowie in den Kunstverein Braunschweig und das Kunstmuseum Wolfsburg.

5. Neue Talente beim Braunschweiger Hochschulsport entdecken

Das Studium ist die perfekte Zeit, um neue Sportarten auszuprobieren. Beim Sport trefft ihr zudem auch Studierende aus anderen Fachrichtungen und verlasst eure Blase. Der Hochschulsport der TU bietet ein breit gefächertes Sportprogramm, das auch HBK- und Ostfalia-Studierende nutzen können.

Das Beste: Die Sportangebote für das ganze Semester sind kostengünstig, in manchen Fällen sogar kostenlos. Da freut sich das studentische Portemonnaie. Das Angebot reicht von Klassikern wie Fußball, Handball oder Basketball über Athletiktraining, Pilates oder diverse Tanzkurse. Tipp für spontane Erstis: Am 25. Oktober veranstaltet der Hochschulsport ein gemischtes Erstsemester-Volleyball-Turnier. Anmelden können sich Mannschaften aus 6 Personen. Na, dann mal los!

6. Die Aussicht auf die Stadt genießen – Braunschweig von oben

Wer zum Studieren neu nach Braunschweig kommt, sollte sich einen Überblick verschaffen. Zum Glück gibt es in der Löwenstadt einige schöne Orte, wo sich die Aussicht super genießen lässt. Der höchste begehbare Aussichtspunkt der Stadt ist der Südturm der St. Andreaskirche. Mit fast 95 Metern Höhe bietet er bei gutem Wetter einen Blick bis zum Brocken im Harz. Der Eintritt beträgt für Studierende 1 Euro.

Einen noch zentraleren Rundumblick in der Stadt bietet nur noch die Quadriga-Plattform auf dem Braunschweiger Schloss. Hier gibt es sogar einen Fahrstuhl. Doch nicht nur der Ausblick ist beeindruckend. Die bronzene Quadriga-Statue ist sogar noch größer als die auf dem Brandenburger Tor. Tipp: Schnappt euch einen „Ureinwohner“ unter den Kommilitonen und lasst euch die Stadt von oben beschreiben. Vielleicht findet ihr von dort ja sogar das Fenster zu eurer WG-Küche.

7. Sich in einen Braunschweiger Sportverein verlieben

Wenn Ur-Braunschweiger darüber befragt werden, was ihre Stadt einzigartig macht, so fällt früher oder später meist ein Name: Eintracht Braunschweig. Denn die Löwenstadt verfügt mit der Eintracht einen der traditionsreichsten Fußballklubs in Deutschland. Der Verein wurde nicht nur 1967 sensationell Deutscher Meister, er ist auch Bundesliga-Gründungsmitglied. Der Funke sollte auf euch spätestens beim Besuch eines Flutlichtspiels im Stadion überschwappen, wenn die Fans in der Südkurve die Mannschaft nach vorne peitschen.

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Doch Braunschweig ist nicht nur Mutterstadt des deutschen Fußballs. Der wohl derzeit beste Basketballer Deutschlands kommt von hier: Dennis Schröder. Der Basketball-Weltmeister ist mittlerweile Besitzer der Braunschweiger Basketball Löwen. Die Braunschweiger Basketballer profitieren jedoch nicht nur vom Schröder-Hype: In der VW-Halle spielen sie sehenswerten Bundesliga-Basketball. Stimmungsvoll sind zudem die Spiele der Handball-Männer des MTV Braunschweig, die in der dritten Liga in der Vorsaison um den Aufstieg kämpften.

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