Klimawandel

Das fordert „Fridays for Future“ beim Braunschweiger Klimastreik

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Der Demozug von „Fridays for Future“ in Braunschweig führte über Waisenhausdamm über Friedrich-Wilhelm-Straße durch die Innenstadt.

Der Demozug von „Fridays for Future“ in Braunschweig führte über Waisenhausdamm über Friedrich-Wilhelm-Straße durch die Innenstadt.

Foto: Bernward Comes / Braunschweiger Zeitung

Braunschweig.  Globaler Klimastreik unter dem Motto #PeopleNotProfit: Menschenrechte und Ökosysteme vor Konzerninteressen. Was hält FFF von grünem Wachstum?

Zum elften Mal hat „Fridays for Future“ weltweit zum Klimastreik aufgerufen – für die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze und eine angemessene Krisenbewältigung, so die Organisatoren. In mehr als 250 Städten bundesweit haben Tausende Menschen demonstriert. In Braunschweig beteiligten sich laut der Polizei rund 900 Menschen an der Kundgebung auf dem Schlossplatz und dem Demozug durch die Innenstadt.

Die Schülerin Nele Evers, Sprecherin der Braunschweiger FFF-Ortsgruppe, kritisierte auf der Bühne: „Milliarden für die Bundeswehr sind drin – aber eine Fortsetzung des 9-Euro-Tickets nicht?! Regierungen können sich entscheiden, eine Politik für Menschen zu machen statt für Konzerne! Sie können sich entscheiden, eine sozial-gerechte Politik zu machen, die auch das Klima schützt.“ Ihr Appell: „Wir machen weiter, weil wir wissen, dass wir es schaffen können!“ Eine andere Welt sei möglich.

„Fridays for Future“ fordert Sondervermögen von 100 Milliarden Euro

Eine Forderung von FFF: ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro. Damit könnte zum Beispiel die Energiewende extrem beschleunigt und deutschlandweit kostengünstiger ÖPNV umgesetzt werden, sagte Nele Evers. „Von der deutschen Regierung erwarten wir entschlossene Maßnahmen zur Emissionsreduktion und das Wahrnehmen historischer Verantwortung – beispielsweise durch angemessene Entschädigungszahlungen, aber auch das Einbeziehen der Perspektiven und Forderungen von Menschen aus schon heute stark von der Klimakrise betroffenen Staaten in klimapolitische Entscheidungen.“

Ein weiterer Redner in Braunschweig, der Student Steffen, erinnerte an den Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome von 1972. „Seitdem wissen wir doch: Wachstum und Ressourcenschutz sind nicht miteinander vereinbar“, so Steffen. Auch „grünes Wachstum“ sei ein längst widerlegter Mythos. Sein Fazit: „Eine echte Veränderung ist im Kapitalismus nicht möglich. Es braucht eine Abkehr vom kapitalistischen Wirtschaftssystem.“

Mehr Informationen: www.fff-braunschweig.de/naechste-demo

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