Braunschweig. Dirk Gähle wurde als neuer hauptamtlicher Vorstand in sein Amt eingeführt. Die Johanniter haben hier 500 haupt- und rund 300 ehrenamtliche Kräfte.

In einem Gottesdienst in St. Martini ist Dirk Gähle als neuer hauptamtlicher Vorstand im Regionalverband Harz-Heide der Johanniter-Unfall-Hilfe in sein Amt eingeführt worden. Sein Vorgänger Christian Bauer wurde offiziell von seinen Aufgaben entbunden. Wie die Johanniter mitteilen, ist Gähle von Haus aus Kaufmann und bringt viel Erfahrung als Manager in Führungspositionen sozialer Einrichtungen mit. So war er lange Jahre im Verbund CJD Niedersachsen Süd-Ost tätig (Christliches Jugenddorfwerk).

Dirk Gähle sagte in seiner Ansprache: „Ich habe das Gefühl, dass ich schon seit mehreren Jahren zu diesem Team gehöre.“ Er habe bis jetzt nicht eine Minute bereut, sich für die Johanniter entschieden zu haben. Seit Juli 2021 ist er bereits als Regionalvorstand tätig. Bedingt durch Corona sei die feierliche Einsegnung jetzt erst möglich gewesen. In den gut 300 Tagen bei der christlichen Hilfsorganstation erlebe er jeden Tag Respekt, Innovation und Freundschaft. Doch Freude allein helfe dauerhaft nicht weiter, deswegen hätten er und sein Team gemeinsam eine klare Strategie für den weiteren Weg des Verbandes erarbeitet: „Weiße Flecken auf der Landkarte minimieren“, sei das erklärte Ziel.

Zum Johanniter-Regionalverband Harz-Heide gehören fünf Ortsverbände in Braunschweig, Celle, Lüneburg, Peine und Salzgitter. Dazu kommen noch der Ortsverband in Gründung Uelzen sowie der Stützpunkt Goslar. Fast 500 haupt- und etwa 300 ehrenamtliche Kräfte engagieren sich im Dienst am Nächsten. Dabei werden sie von rund 14.000 Fördermitgliedern finanziell unterstützt.

Versorgung von Geflüchteten, Hilfe bei Unfällen, Suche nach Vermissten

Beim Empfang in der Dornse des Altstadtrathauses habe Sozialdezernentin Christine Arbogast den Johannitern für die „sehr, sehr fantastische Zusammenarbeit“ in der Bewältigung des Flüchtlingszustroms der Kriegsvertriebenen aus der Ukraine gedankt, heißt es in der Pressemitteilung. Seit März kümmerten sich die Johanniter um die Versorgung und Betreuung von Geflüchteten, die in der Stadthalle untergekommen waren.

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Auch Polizeipräsident Michael Pientka betonte laut der Pressemitteilung die besonders gute Verbindung zu den Johannitern: Nicht nur bei Unfällen, bei Suchen nach Vermissten, auch bei kriminellen Vorfällen spiele die Versorgung von Verletzten eine wichtige Rolle. Johanniter und Polizei hätten auch direkte Gemeinsamkeiten, so Pientka.

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