Unfall auf der A2

Chemikalien auf A2 in Braunschweig ausgetreten – Sperrung beendet

| Lesedauer: 2 Minuten

Braunschweig.  Ein Gefahrenguttransporter hat am Montagabend Teile seiner Ladung bei Braunschweig verloren. Die A 2 war in Richtung Berlin gesperrt.

Auf der Autobahn 2 bei Braunschweig hat am frühen Montagabend gegen 17.20 Uhr ein Transporter Gefahrengut verloren. Die Fahrbahn in Richtung Berlin war aus diesem Grund zwischen der Anschlussstelle Braunschweig-Hafen und dem Kreuz Braunschweig-Nord am Montag vollständig gesperrt. Der Verkehr staute sich am frühen Abend zeitweise auf fünf Kilometer, auch die Umleitungen waren überlastet. Die Sperrung ist mittlerweile aufgehoben.

Polizei und Feuerwehr teilten vor Ort mit, dass die Reinigungsarbeiten mehrere Stunden andauern werden. Die ausgetretenen, gelartigen Chemikalien verseiften mehrere Fahrspuren, sodass Autoverkehr nicht möglich war. Verletzt wurde niemand.

Vollbremsung lässt Stoff austreten

Während einer Vollbremsung auf der A 2 bei der Abfahrt Braunschweig-Hafen in Fahrtrichtung Berlin waren Inhalte des flüssig transportierten Gefahrstoffes ausgetreten. Verletzt wurde dabei laut der Integrierten Leitstelle der Braunschweiger Feuerwehr niemand.

Nach einer ersten Erkundung auf Entfernung, entsandte der ABC-Zug der Feuerwehr ein Trupp unter Gefahrstoffschutzkleidung zur näheren Inspektion des Fahrzeugs. Zeitgleich wurden Informationen zum ausgetretenem Stoff in Erfahrung gebracht.

Stoff entzündlich und giftig? Entwarnung

Aufgrund der Stoffnummer musste zunächst davon ausgegangen werden, dass der Stoff entzündlich und giftig ist, sodass umgehend weitere Kräfte alarmiert wurden.

Es stellte sich heraus, dass durch die Vollbremsung der flüssige Stoff aus einem Domdeckel nach außen schwappte. Am stehenden LKW kam es deshalb zu keinem weiteren Stoffaustritt, der ein sofortiges Umpumpen oder Auffangen des Stoffes notwendig machte. Auch den Tankauflieger musste die Feuerwehr nicht abdichten.

Abfallprodukt aus Biodieselherstellung

Im Zuge der Recherche stellte sich der Stoff als Abfallprodukt der Biodieselherstellung heraus, welches sich bei näherer Betrachtung als ungefährlicher als zunächst angenommen darstellte. Daher konnten erste Kräfte noch während der laufenden Arbeiten wieder einrücken.

Im Einsatz waren die Braunschweiger Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren aus Veltenhof, Watenbüttel und Wenden sowie die Schnelleinsatzgruppe Messen des ABC-Zuges.

Da so während des Einsatzes, große Teile der Berufsfeuerwehr gebunden waren, wurde die Hauptwache durch einen Löschzug der Freiwillige Feuerwehr (Ortsfeuerwehren Querum, Hondelage und Volkmarode) besetzt.

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