Kostenloses WLAN in Leiferde und Stöckheim

Braunschweig.  Der Bezirksrat stellt 2000 Euro zur Verfügung. Die Router sollen von der Initiative Freifunk kommen.

So sehen die Router aus, die Freifunk häufig verbaut. Im Hintergrund ein wetterfestes Modell. Im Vordergrund ein Gerät, das einem Rauchmelder ähnelt.

So sehen die Router aus, die Freifunk häufig verbaut. Im Hintergrund ein wetterfestes Modell. Im Vordergrund ein Gerät, das einem Rauchmelder ähnelt.

Foto: Florian Kleinschmidt

Ein erster Bezirksrat hat sich in Braunschweig gefunden, um den Ausbau von kostenlosem WLAN zu beschleunigen: In Stöckheim und Leiferde werden 20 Spezial-Router aufgestellt, um größere Flächen mit kostenlosem WLAN zu versorgen.

Kostenloses WLAN gibt es bereits in Braunschweig – in der Fußgängerzone . Seinen Antrag, auch in Leiferde und Stöckheim Spezial-Router für kostenloses WLAN aufstellen zu lassen, begründet Bezirksbürgermeister Matthias Disterheft so: „Freies WLAN im ganzen Stadtgebiet ist zwar politisch gewollt. Doch es geht nur ganz langsam voran. Es hat mich geärgert, dass nicht erkennbar ist, wie sich das Tempo erhöhen soll. Niemand stellt sich an die Spitze, niemand hat einen Plan.“

Einstimmig hat nun der Bezirksrat beschlossen, dass die Kosten für 20 Freifunk-Router zu je 100 Euro übernommen werden.Ein schmerzhafter Beschluss, so Diesterheft: „Der Bezirksrat hat nur ein kleines Budget, über das er selbst bestimmen kann. Das heißt: Die 2000 Euro müssen wir an anderer Stelle einsparen.“ Es soll zwar geprüft werden, ob bei der Stadt Braunschweig ein Fördertopf vorhanden ist. Diesterheft, der auch im Rat der Stadt sitzt, meint jedoch: „Es gibt nichts. Der Bezirksrat wird alles allein zahlen müssen. Das war uns allerdings auch schon bei der Abstimmung bewusst.“

Dafür wird jedoch die Montage und das Einrichten der Freifunk-Router kostenlos sein. Diesterheft: „Ich haben bereits mit den Ehrenamtlichen der Freifunk-Initiativegesprochen. Sie werden das für uns erledigen.“ Wo die Spezial-Router aufgestellt werden, steht auch schon weitestgehend fest. Standorte sollen sein: Vereinsheime und öffentliche Plätze. Zu den öffentlichen Plätzen zählen Stöckheimer Markt, Dorfplätze, Jugendplätze und Schulen.

Plätze wie der Stöckheimer Markt gelten freilich als harte Nuss. Der Bezirksbürgermeister: „In den Vereinsheimen sollte das kein Problem sein. Am Stöckheimer Markt sind wir freilich auf die Unterstützung der Geschäftsleute angewiesen, bei denen die Freifunk-Router aufgestellt werden müssten.“

Dass die Bezirksratsgelder klug angelegt sind, davon ist Diesterheft fest überzeugt: „Freifunk hat bereits unsere Feuerwehr-Gerätehäuser mit kostenlosem WLAN nachgerüstet. Die Geräte arbeiten zur vollsten Zufriedenheit. Besonders großen Anklang findet das kostenlose WLAN bei unseren Jugendfeuerwehren.“

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