TU Braunschweig begrüßt 3900 neue Studenten im Eintracht-Stadion

Braunschweig.  TU-Präsidentin Anke Kaysser-Pyzalla und Eintracht-Trainer Christian Flüthmann sprechen zu den Studienanfängern.

Bei der feierlichen Begrüßung der Erstsemester geht’s im Eintracht-Stadion immer bunt zu.

Bei der feierlichen Begrüßung der Erstsemester geht’s im Eintracht-Stadion immer bunt zu.

Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Die Frage „Geht es hier zum Stadion?“ oder „In welchen Block muss ich?“ war am Montagmorgen häufig zu hören. Kein Wunder. Für viele Studenten begann ein neuer Lebensabschnitt in der noch unbekannten Stadt Braunschweig. Die Erstsemester-Begrüßung fand wieder im Eintrachtstadion statt. TU- Präsidentin Anke Kaysser-Pyzalla empfing die Neulinge an der Hamburger Straße: „Wir haben gar keinen Hörsaal, in den Sie alle zusammen reinpassen würden.“

Die Blöcke auf der Gegengeraden füllten sich schnell – und kurz nach 9 Uhr eröffnete Moderator Andreas Mier die Veranstaltung mit dem Semester-Anpfiff. „So wie sich das im Stadion eben gehört“, sagte er schmunzelnd und startete ein Aufwärmprogramm – eine La-Ola-Welle gehörte ebenso dazu wie Fragen: Kommen die Studenten aus der Region? Aus Niedersachsen? Aus dem Ausland?

3900 Anfänger haben sich für das Wintersemester an der Technischen Universität immatrikuliert. Insgesamt hat die Uni rund 20.000 Studenten.

„Wir fördern Talente – ebenso wie die Eintracht“, erklärte die Präsidentin, die noch einmal auf die Bewerbung zur Exzellenz-Uni einging. Im Sommer hatte die TU den Sprung unter die besten elf Universitäten nicht geschafft. Und trotzdem: „Wir haben es unter die ersten 19 geschafft. Das ist eine tolle Leistung.“

Kaysser-Pyzalla ließ nicht unerwähnt, dass die Region Braunschweig die forschungsintensivste in Europa ist. Darüber hinaus empfahl die Präsidentin den Studenten den internationalen Austausch und zeigte ihnen eine Reihe von Möglichkeiten auf, die sie in der TU haben: „Sie können ein Semester ins Ausland gehen – wir unterstützen Sie dabei“, sagte sie in Richtung Tribüne. Nach China könne man gehen, in die USA, und viele Ziele in Europa stünden ebenfalls auf dem Plan.

Auch Eintracht-Trainer Christian Flüthmann ließ es sich nicht nehmen,die Neuen in „seinem Hause“ willkommen zu heißen. Und er blieb bei seinen Begrüßungsworten sportlich – und neugierig: „Wer ist denn Anhänger von Eintracht?“, wollte er zu Beginn wissen. Applaus hier und da. Bei der Frage, wer Fan vom Verein aus Hannover sei, war der Zuspruch etwas größer. „Jeder macht mal Fehler“, scherzte der Braunschweiger Coach und wurde dann aber ernster: „Es ist aber auf keinen Fall ein Fehler, ein Studium zu beginnen.“

Er selbst habe nicht studiert. Aber es sei immer wichtig, Ziele im Leben zu haben. „Ich wollte mit
40 Jahren Cheftrainer einer Profimannschaft sein“, berichtete Flüthmann, der dieses schon mit 37 Jahren schaffte. „Bleibt immer dran. Höhen und Tiefen helfen, durch das Leben zu gehen“, versicherte der Trainer den jungen Menschen.

Für die musikalische Untermalung des Semesterbeginns sorgten die Bläservereinigung Akablas , die unter anderem zu Beginn „Waterloo“ spielte, sowie die Mezzosopranistin Milda Tubelyte vom Staatstheater Braunschweig, die „Here I am“ von Bryan Adams sang. „Dieses Lied steht für mich für einen Neubeginn – und das ist dieser Tag für die Studenten ja auch“, erklärte die Künstlerin und sang schließlich voller Inbrunst „It’s a new day, it’s a new plan“.

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