Aktionstag „Brücken bauen“: Natur statt Schreibtisch

Braunschweig.  Mitarbeiter aus 39 Unternehmen in unserer Region haben ihren normalen Arbeitsplatz verlassen und in sozialen Einrichtungen mit angepackt.

Kerstin Born (Nibelungen Wohnbau) und ihre Kollegen packten im Regen auf der Wildwuchsfläche des BUND in der Nähe des Südsees kräftig mit an.

Kerstin Born (Nibelungen Wohnbau) und ihre Kollegen packten im Regen auf der Wildwuchsfläche des BUND in der Nähe des Südsees kräftig mit an.

Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Im „Moorland“ in der Nähe des Südsees fand am Donnerstag ein besonderer Einsatz statt: Mitarbeiter der Nibelungen Wohnbau GmbH und Mitglieder des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) mähten das Biotop und trugen die Mahd ab. Normalerweise sind solche Wiesen nicht der typische Arbeitsplatz der Nibelungen-Beschäftigen. Doch beim Aktionstag „Brücken bauen“ gelten andere Regeln: Das Unternehmen hatte sie für einen Tag freigestellt, damit sie beim Projekt des BUND helfen können.

39 Firmen waren dieses Mal beim Aktionstag dabei – insgesamt fast 400 Mitarbeiter haben bei verschiedenen sozialen Einrichtungen und Organisationen in Braunschweig und unserer Region mit angepackt. Die Remenhof-Stiftung hatte zum Beispiel Unterstützung durch Helfer von der Volksbank BraWo, die mit Hammer, Säge und Nägeln angerückt waren: Sie erneuerten die Terrassenüberdachung und bauten im Garten der Mutter-Kind-Einrichtung einen Rosenbogen auf. Der evangelisch-lutherische Kindergarten in Mascherode bekam Besuch von Mitarbeitern der Software-Firma MSG David, die mit den Kindern zusammen das Außengelände verschönerten. Beteiligt waren unter anderem auch Alstom, BMA, Commerbank und Haltern&Kaufmann.

Weitere Einsatzorte waren zum Beispiel das sozialpsychiatrische Zentrum der Awo, der Verein zur Förderung körperbehinderter Kinder und der Regionalverband der Hörgeschädigten. Um die Koordination des Aktionstages kümmern sich die Bürgerstiftungen Braunschweig und Salzgitter. „Sich persönlich zu begegnen, etwas gemeinsam zu schaffen, sich kennenzulernen und auszutauschen – das sind die Erfolgsfaktoren dieses Projektes, die unsere Stadt und unsere Region stärken“, sagt Susanne Hauswaldt, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung Braunschweig und Projektleiterin.

Im Mittelpunkt steht das Engagement fürs Gemeinwohl, egal ob im Kindergarten oder im Biotop „Moorland“. Wie Eva Goclik vom BUND erläutert, geht es bei der Pflege der gepachteten Fläche darum, die Verbuschung zu vermeiden. Denn das Ziel ist Blütenreichtum, der vielen Insekten gut tut. „Dass wir dabei Unterstützung bekommen haben, ist großartig“, sagte sie. cos

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