Hilfe aus Braunschweig: 150 Brunnen in Afghanistan errichtet

Braunschweig.  Die Spende zum 150. Brunnen stamme von der Fußballmannschaft der Braunschweiger Friedenskirche mit Spielern aus 13 Nationen.

Durch die gestifteten Brunnen erhielten mehr als 30000 Menschen dauerhaft direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Durch die gestifteten Brunnen erhielten mehr als 30000 Menschen dauerhaft direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Foto: Udo Stolte

Das christliche Hilfswerk „Shelter Now“ errichtet in Kürze den 150. gestifteten Brunnen in Afghanistan. „Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist eins der dringendsten Entwicklungsprobleme im regenarmen Afghanistan“, sagte Direktor Udo Stolte am Mittwoch in Braunschweig. Seit 2012 hätten Familien, Schulen, Kindergärten oder Kirchengemeinden aus ganz Deutschland jeweils mindestens 950 Euro für den Bau eines Brunnens in afghanischen Dörfern und Schulen gesammelt. Die Spende zum 150. Brunnen stamme von der Fußballmannschaft der Braunschweiger Friedenskirche mit Spielern aus 13 Nationen.

Wasser für 30000 Menschen

Stolte zufolge leidet Afghanistan in diesem Sommer unter extremer Dürre mit Ernteausfällen von bis zu 100 Prozent. Durch die gestifteten Brunnen erhielten mehr als 30000 Menschen dauerhaft direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser. „Sie müssen nicht mehr kilometerweit Wasser schleppen oder das oft verschmutzte Wasser aus den Flüssen trinken.“

Die Gelder für die Brunnen, die durchschnittlich rund 1900 Euro kosten, stammten zur Hälfte von Spendern und zur anderen Hälfte vom Hilfswerk. Die Geldgeber könnten sich dabei den Text für eine am Brunnen angebrachte Tafel aussuchen, hieß es. Zusätzlich erhielten die Spender eine Urkunde mit Ortsangabe und Fotos von der Einweihung.

Das Hilfswerk leistet seit rund 35 Jahren humanitäre Arbeit, unter anderem auch in Afghanistan und Pakistan. 2001 geriet „Shelter Now“ international in die Schlagzeilen, weil das damalige Taliban-Regime Mitarbeiter wegen angeblicher Missionstätigkeit zweieinhalb Monate lang inhaftiert hatte. Unter ihnen waren vier Deutsche. epd

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