Der große Ringgleis-Ausbau beginnt

Braunschweig  Ab heute wird am Ringgleis gearbeitet. Der Freizeitweg soll bis Ende des Jahres um 2,5 Kilometer wachsen. OB Ulrich Markurth gab den Startschuss.

Erster Spatenstich mit (von rechts) Christoph Bratmann, Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Bernd Kreisel, Willi Meister, Bezirksbürgermeisterin Angela Marten, Thorsten Warnecke sowie Ishak Demirbag.

Erster Spatenstich mit (von rechts) Christoph Bratmann, Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Bernd Kreisel, Willi Meister, Bezirksbürgermeisterin Angela Marten, Thorsten Warnecke sowie Ishak Demirbag.

Foto: Peter Sierigk

„Wir machen die Sache rund“ – Oberbürgermeister Ulrich Markurth ließ am Donnerstag keinen Zweifel daran: Der erste Spatenstich zum Ringgleis-Ausbau im Norden der Stadt ist nur der Anfang. Politik und Verwaltung sind fest entschlossen, die alte Bahntrasse in einen Fuß- und Radweg zu verwandeln, der ganz Braunschweig umschließt.

Allein in diesem Jahr kommen rund 2,5 Kilometer hinzu. Kosten: 2 Millionen Euro. Von der Oker soll es dann freilich bis fast an den Bültenweg gehen.

Für das nächste Jahr besteht auch schon ein Ausbauplan. Dann soll das Ringgleis im Östlichen Ringgebiet seine Fortsetzung finden. Vorgesehen ist: Das Ringgleis soll in den Teilabschnitten zwischen Beethovenstraße und Hans-Sommer-Straße sowie zwischen Hans-Sommer-Straße und Ebertallee mit einer Gesamtlänge von weiteren 2,5 Kilometern ausgebaut werden.

Markurth erinnerte daran, dass der Ringgleis-Ausbau im Jahr 2001 von vielen noch als „verrückte Idee“ abgetan wurde und es bis zum Jahr 2011 dauerte, ehe ein Masterplan zum Ringschluss beschlossen wurde.

Der fertige Abschnitt im Westlichen Ringgebiet sei heute Beleg dafür, dass der Fuß- und Radweg Menschen verbinde, bislang Unsichtbares in einer Stadt sichtbar mache, aber auch Entwicklungsimpulse gebe. Das Westbahnhof-Areal sei ein Vorbild: Braunschweigs größter Jugendplatz befinde sich dort, ein Mehrgenerationen-Garten, ein Kletter-Park. In der Entstehung seien ein IT-Zentrum und das neue Soziokulturelle Zentrum.

Der Oberbürgermeister erwartet, dass sich auch andere Lagen am Ringgleis ähnlich entwickeln. Wobei es mitunter Geduld bedürfe. Markurth dankte BS-Energy, der Berufsfeuerwehr und dem Kleingartenverein Hasenwinkel, die Land abgetreten haben, damit das Ringgleis überhaupt von der Oker bis zur Hamburger Straße geführt werden konnte.

Eine Kompromiss-Strecke wird dort entstehen. Mitunter wird das Ringgleis nur zwei Meter breit sein. Markurth: „Dennoch ist abgegeben worden, was man eigentlich viel lieber behalten hätte.“

Im Norden haben die Arbeiten bereits am Haus der Kulturen und an der Feuerwehrstraße begonnen. In der nächsten Woche werden die Arbeiten jenseits des Hauses der Kulturen beginnen. Baumaschinen arbeiten aber auch schon im Süden, wo das Ringgleis ins Kennel-Gelände und bis zur Echo-Brücke wächst. Von dort aus soll es Richtung Hauptgüter-Bahnhof gehen. An einem Nutzungskonzept wird bereits gearbeitet. Aber: Das Gelände gehört der Deutschen Bahn, ebenso wie die Brücken dorthin. Wie es heißt, habe ein Gutachter immens hohe Sanierungskosten festgestellt.

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