Wolfsburg. Wegen der Gefahr neuer Automaten-Sprengungen ergreift die Sparkasse Maßnahmen. Es wird aber weiter Filialen ohne Bargeld geben.

Die Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg bekräftigt ihren Auftrag, die Bevölkerung verlässlich mit Bargeld zu versorgen. „Allerdings wird das Netz an Geldautomaten immer wieder durch mit großer krimineller Energie herbeigeführte Automatensprengungen bedroht“, heißt es in einer Pressemitteilung. Daher seien seit November zeitlich befristet Geldautomaten an zehn Standorten außer Betrieb. Nun gibt es Änderungen.

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„Wir bedauern die Einschränkungen, doch war die zeitweise Außerbetriebnahme dieser Geldautomaten für uns unumgänglich.“ Die jüngste Sprengung in Celle habe die Gefährdungslage nochmals eindringlich unterstrichen. „Unterschiedliche Standorte verlangen unterschiedliche Schutzmaßnahmen“, wird Sparkassen-Vorstandsmitglied Tim Faß in der Pressemitteilung zitiert. Ziel sei, die professionell organisierten Banden von weiteren Angriffen abzuhalten.

Sparkassen-Filiale in Wolfsburg-Neindorf wird baulich ertüchtigt

Bis zum Ende des zweiten Quartals 2024 sollen daher drei Standorte sukzessive baulich ertüchtigt werden. Erprobte Maßnahmen sind unter anderem Melde- und Überwachungssysteme, bauliche Veränderungen und Wege, Geld unbrauchbar zu machen. Zwar gebe es keinen 100-prozentigen Schutz. Aber „wir wollen Anwohnende, Kundinnen und Kunden, Mitarbeitende sowie Gebäude und Geldautomaten so gut schützen wie möglich“, sagt Faß. Die Sparkasse stehe in engem Austausch mit Polizei, Sparkassenverband und anderen Banken, die das gleiche Problem haben.

Die angekündigten baulichen Veränderungen betreffen im Verbreitungsgebiet der Sparkasse drei Standorte, die aktuell kein Bargeld vorhalten. In Wolfsburg ist das die Filiale Neindorf. „Für sieben weitere Standorte ist das bauliche Ertüchtigen aus verschiedenen Gründen keine Option“, erklärte Faß.

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Wolfsburger Filialen Ehmen und Steimker Berg weiter ohne Bargeld

„Stattdessen werden hier aufgrund räumlicher Gegebenheiten mögliche Alternativen ermittelt.“ Die Sparkasse suche dafür das Gespräch mit kommunalen Vertretern, um Umsetzungsmöglichkeiten vor Ort zu prüfen. „Das kann beispielsweise das Errichten eines SB-Pavillons außerhalb einer bestehenden Gebäudeinfrastruktur sein oder fallweise Kooperationen mit anderen Partnern, um Kundinnen und Kunden weiterhin eine flächendeckende Versorgung mit Bargeld bieten zu können“, so Faß. Dieser Prozess werde aber noch Zeit in Anspruch nehmen.

Standorte, wo es bis auf Weiteres kein Bargeld gibt, sind in Wolfsburg weiterhin die SB-Filialen in Ehmen, wo es schon einmal einen Anschlag auf die Geldautomaten gegeben hatte, und am Steimker Berg.

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