Wolfsburg. Der Wolfsburger Anthony Miazga will als „Tony What“ Musikkarriere machen. Der 33-Jährige sucht gerade ein Label.

Einer der bislang aufregendsten Momente seiner noch jungen Musikkarriere war für Anthony Miazga dieser: Er kam an seinen Arbeitsplatz im Volkswagenwerk, und die Musikanlage spielte seinen ersten Song „Plötzlich da“.

Anfang Mai hat Miazga das Lied unter dem Künstlernamen Tony What herausgebracht. Rund 1200 Aufrufe hat das Video inzwischen auf der Online-Plattform Youtube. „Mehr als ich erwartet habe“, sagt der Familienvater aus Wendschott.

In Gummilatschen erzählt er im Garten seines Einfamilienhauses im Baugebiet Wildzähnecke zwischen Kettcars, Trampolin und Bällen, wie es dazu kam. „Ich hatte immer das Gefühl, dass ich auf der Bühne stehen und vor Menschen und für Menschen singen möchte“, erinnert sich der Wolfsburger. Im vergangenen Jahr habe es ihn dann überkommen und er habe nach Gesangsunterricht geschaut. Dass eine Sängerin im nahen Vorsfelde Stimmtraining anbot, motivierte Miazga sogleich. Im August 2022 sang der 33-Jährige ihr in der Probestunde „Spinner“ von Revolverheld vor.

Wolfsburger will als „Tony What“ Musikkarriere machen

Das Feedback fiel ermutigend aus. Anthony Miazga nahm in den darauffolgenden Monaten einmal pro Woche Gesangsunterricht. Im Januar fuhr er zu einem Workshop in Kassel. Songwriting, Taktgefühl, Rhythmus standen auf dem Programm. Für Miazga ein einschneidendes Erlebnis. „Ich konnte mich vom Alltag befreien und zum ersten Mal ganz auf die Musik konzentrieren.“ Beim Karaoke-Singen habe er seine Hemmungen verloren und im Workshop auch erstmals selbst geschriebene Strophen vorgetragen.

„Dann bin ich nach Hause gekommen und habe gemerkt, dass mir etwas gefehlt hat“, sagt der Sänger. Also begann er, in Wendschott Songs zu schreiben. In einem Mini-Tonstudio im Schlafzimmer produzierte er Demo-Aufnahmen. Bereits Ende März nahm er „Plötzlich da“ im Studio eines Leipziger Produzenten auf. Die Musik zu seinem Text hatte der Wolfsburger von einem australischen Komponisten gekauft. Das Video nahm er im Schlosspark in Alt-Wolfsburg mit einem Freund auf. Seit dem 5. Mai ist es online.

Der zweite Song ist aufgenommen

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Zwei Web-Schlagersender, erzählt der Familienvater, hätten seinen Song schon gespielt. Inspirieren lassen hat er sich für diesen von der Zeit, als er nach der richtigen Frau für sich suchte – und den Gefühlen, als er sie endlich fand. „Ich möchte jeden motivieren, die Suche nicht aufzugeben.“

Um ein ganz anderes Thema geht es im zweiten Stück von Tony What. „Helden in uns“ heißt das Lied, das er Mitte Mai erneut in Leipzig einsang. Die Veröffentlichung steht noch aus. Miazga verrät, dass er mit dem Song auf Alltagshelden aufmerksam machen wolle, die durch die aktuelle Flut an negativen Nachrichten in Vergessenheit gerieten.

Seine Kinder sind Anthony Miazgas größte Fans

„Es wird noch weitere Musik kommen“, verspricht er. Auch damit möchte er den Blick auf das Positive lenken und die Zuhörer motivieren. Er selbst, erklärt Miazga, habe es trotz einer nicht so schönen Jugend zu einem gut bezahlten Job, Familie, Kindern gebracht. „Das hätte in meinem Umfeld niemand von mir erwartet.“

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Am liebsten würde sich der 33-Jährige in Zukunft ganz auf seine Musik konzentrieren. Er arbeitet darauf hin, dass ihn ein Label unter Vertrag nimmt. „Irgendwann möchte ich auf der Bühne stehen und mit meinen Fans meine Songs singen.“

Wichtige Unterstützer sind ihm seine Familie, seine Freunde und seine Gesangslehrerin, die er inzwischen nur noch alle paar Wochen besucht. „Ohne sie hätte ich es nicht gewagt, eigene Songs zu veröffentlichen“, sagt der Wendschotter. „Und meine größten Fans sind meine Kinder.“

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