Wolfsburg. Cindy Lutz (CDU) will bei der Landtagswahl das Wolfsburger Direktmandat zur CDU zurückholen. Das erfordert vollen Einsatz.

Wochenmarkt in Fallersleben, Bürgerfest in Westhagen und Schützenjubiläum. Wolfsburg-Marathon, Tag der offenen Tür bei den Feuerwehren, Oktoberfest in Fallersleben, Fußball-Heimspiel von Lupo Martini. Cindy Lutz absolviert zurzeit ein straffes Programm. Gut zwei Wochen sind es noch bis zur Landtagswahl – und die CDU-Kandidatin will in Wolfsburg das Direktmandat holen.

Die Wolfsburger CDU hatte die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion im März einstimmig als Landtagskandidatin nominiert. Die 44-Jährige bringt Erfahrungen als selbstständige Unternehmerin mit: Ab 2009 führte sie acht Jahre lang das Unternehmen Carsolutions, bis sie ihre Anteile 2017 verkaufte. Bevor sie sich für den Landtagswahlkampf freistellen ließ, beriet Cindy Lutz in der Wirtschaftsförderung der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing Gesellschaft Gründer und Unternehmer.

Die Wirtschaft ist eines von Lutzs Wahlkampfthemen. Die staatliche Förderung von Start-ups und Gründern könnte ihrer Meinung nach besser laufen. „Da haben wir noch ein paar Hausaufgaben“, findet sie. Bei der Klimapolitik ist ihr ein Anliegen, dass sie wirtschaftsverträglich betrieben wird: „Klimaschutz können wir uns nur leisten, wenn wir eine funktionierende Wirtschaft haben.“

CDU-Kandidatin Cindy Lutz ist in Wolfsburger Wirtschaft zu Hause

Besser funktionieren könnte und sollte nach Meinung der CDU-Direktkandidatin in Niedersachsen auch die Bildung. Fehlende Digitalisierung, Lehrermangel: „Es gibt viel zu tun, um die Bildung bei jungen Leuten wieder ein bisschen in den Mittelpunkt zu rücken“, sagte Lutz im Frühjahr.

Sie ist nach eigener Aussage eine, die lieber anpackt als jammert. Das kommt an. Im Mai ergatterte die Wolfsburgerin auch einen richtig guten Listenplatz: Die CDU in Niedersachsen setzte sie auf Platz 8 ihrer Landesliste für die Landtagswahl.

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„Die breite Unterstützung ist ein klares Signal für Wolfsburg als wichtige Region in Niedersachsen“, freute sich die Mutter von zwei kleinen Mädchen. Der CDU-Kreisvorsitzende Christoph-Michael Molnar betrachtete das Votum als „Rückenwind“ im Wahlkampf, betonte jedoch: „Unser Ziel ist es, mit unserer Kandidatin Cindy Lutz das Direktmandat zu erringen.“

Mit Lutz will Wolfsburgs CDU zurück in den Landtag

Dazwischen steht vor allem Immacolata Glosemeyer (SPD). Sie holte 2017 mit 43,9 Prozent der Stimmen das Direktmandat und strebt jetzt eine dritte Legislaturperiode im Landtag an.

Als die Grünen-Kandidatin Katharina Rosch im August ihre Kandidatur zurückzog und zugleich eine Wahlempfehlung für Glosemeyer aussprach, äußerte sich Lutz nur knapp. Sie habe keine Zeit, sich um die Wahlkampfstrategien ihrer politischen Gegner zu kümmern, erklärte die Ehmerin. „Ich stecke voll in meinem eigenen Wahlkampf und versuche aktuell von morgens bis abends mit so vielen Bürgerinnen und Bürgern wie möglich ins Gespräch zu kommen.“

2020 hatte sich Cindy Lutz bereits um die CDU-Bundestagskandidatur im Wahlkreis Helmstedt-Wolfsburg beworben, unterlag jedoch in einer Stichwahl dem Kandidaten aus Königslutter, Andreas Weber. Gebracht hat es der CDU nichts: Weber scheiterte bei der Bundestagswahl letztlich an Falko Mohrs (SPD). In Hannover hatte zuletzt Angelika Jahns Wolfsburg und die Wolfsburger CDU vertreten. Die langjährige Ratsfrau und rührige Ortsbürgermeisterin von Brackstedt, Velstove und Warmenau gehörte dem Landtag von 1998 bis 2017 an.

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