Wolfsburg: Zweitwohnsitz reicht wieder für Anwohnerparken

Wolfsburg.  Die Stadt Wolfsburg will wieder großzügiger mit Bewohnerparkausweisen umgehen. Wer hier seinen Zweitwohnsitz hat, kommt nun auch in den Genuss.

In vielen Straßen der Wolfsburger Innenstadt ist nur Anwohner-Parken erlaubt.

In vielen Straßen der Wolfsburger Innenstadt ist nur Anwohner-Parken erlaubt.

Foto: Helge Landmann (Archiv)

Die Stadt Wolfsburg nimmt eine Regelung zurück, die bei einigen Wolfsburger Wochenendpendlern nicht gerade für Begeisterung gesorgt hatte: Wer seinen Nebenwohnsitz in der Stadt hat, kann sich nun wieder einen Bewohner-Parkausweis ausstellen lassen.

Wie die Kommune mitteilt, hat der Verwaltungsausschuss am Mittwoch auf Vorschlag der Stadtverwaltung beschlossen, das Wolfsburger Bewohnerparkkonzept zu ändern. „Nach einer halbjährigen Beobachtungsphase wurden durch die Stadt keine direkten Konkurrenzen zwischen Hauptwohnsitz- und Nebenwohnsitznehmern bezüglich des vorhandenen Parkraumes in den Bewohnerparkzonen festgestellt“, erklärte die Stadt-Pressestelle im Anschluss der nicht-öffentlichen Sitzung.

Für die Menschen mit Nebenwohnsitz in Wolfsburg werde ein berechtigtes Interesse an einem Bewohnerparkausweis gesehen, weil sie in Wolfsburg ihrer hauptberuflichen Beschäftigung nachgingen und einen Abstellplatz für ihr Auto benötigten. „Eine Ummeldung nach Wolfsburg ist häufig nicht möglich, weil der Lebensmittelpunkt samt Familie in einer anderen Kommune liegt“, so die Stadt Wolfsburg.

Seit dem vergangenen Jahr konnten Wochenendpendler ihre Anwohnerparkausweise nicht mehr verlängern lassen. Einer von ihnen wandte sich an diese Zeitung und erklärte, er finde das schon fast diskriminierend. Die Stadt Wolfsburg erklärte damals, Grund für die umgesetzte Veränderung der Bewohnerparkzonen sei, dass in diesen weniger Stellplätze zur Verfügung stünden, als Bewohnerparkausweise ausgestellt wurden. 3731 Ausweisen standen zu diesem Zeitpunkt lediglich 1325 Parkplätze mit Bewohnerbevorrechtigung gegenüber. „Durch den Entfall der Berechtigung für Bewohner mit Nebenwohnung konnten weitere 120 Parkplätze für die Inhaber einer Hauptwohnung mit Berechtigung zum Bewohnerparken gewonnen werden“, erklärte die Kommune damals. Das ist jetzt passé. skn

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