Corona in Wolfsburg: Die Fakten auf einen Blick

Wolfsburg.  Die Stadt meldet am Mittwoch eine Inzidenz von 52,3. Es gibt 13 Neuinfektionen und 83 akute Fälle. Die maßgebliche Landes-Inzidenz liegt bei 45,0.

Was ist erlaubt? Was sollten die Wolfsburger beachten? Es gibt viele Fakten zu Corona. 

Was ist erlaubt? Was sollten die Wolfsburger beachten? Es gibt viele Fakten zu Corona. 

Foto: Jürgen Runo

435 der insgesamt 570 mit dem Coronavirus infizierten Wolfsburger sind nach Angaben der Stadt (Stand Mittwoch, 28. Oktober) wieder genesen. Die Gesamtzahlen liegen damit (Stand 28. Oktober) bei 570 Infizierten und 52 Todesfällen. Die Inzidenz liegt bei 52,3 pro 100.000 Einwohner. In den vergangenen sieben Tagen haben sich 65 Personen neu infiziert.

Die Inzidenz des Landes, die maßgeblich für die entsprechende Maßnahmen ist, liegt in Wolfsburg bei 45,0. Daher gelten ab sofort jene Regelungen, die in der Landesverordnung für Landkreise und kreisfreie Städte mit einem Inzidenzwert von 35 definiert sind (Mehr Infos: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/aktuelle-inzidenz-ampel-193672.html). Eine neue Allgemeinverfügung der Stadt gilt von Mittwoch, 28. Oktober, an. So gilt unter anderem die Pflicht, in der Fuzo eine Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen.

Wolfsburg- Maskenpflicht in der Fuzo ab Mittwoch

Die Zahl der Genesenen meldet die Stadt Wolfsburg täglich. Als vom Coronavirus genesen gilt, wer die zweiwöchige Isolation durchlaufen hat, keine Symptome mehr aufweist oder bei dem ein erneuter Test negativ ausgefallen ist. Dass jemand als genesen gilt, ist nicht meldepflichtig. Die tatsächlichen Zahlen können so höher sein.

44 Bewohner im Hanns-Lilje-Heim sind an dem Virus gestorben. Im Wohn- und Pflegeheim Goethestraße der Awo in Wolfsburg ist post mortem ein 86-jähriger Bewohner positiv auf Corona getestet worden. Eine 72-Jährige, die mit Corona infiziert war und starb, lebte offenbar nicht in einer der beiden Senioren-Einrichtungen. Ebenso wie ein 91-jähriger Mann, eine 83-jährige und eine 90-jährige Frau. Beim letzten Sterbefall im Zusammenhang mit dem Coronavirus handelt es sich um einen 66-jährigen Mann aus dem Hanns-Lilje-Heim, wie die Stadt mitteilte.

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https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/article229151342/Diakonie-Wolfsburg-Team-arbeitete-fast-bis-zu-Selbstaufgabe.html

https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/article229150342/Ermittlung-zu-Wolfsburger-Coronaausbruch-kurz-vor-Abschluss.html

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Besuche in Krankenhäusern

Angesichts der steigenden Infektionszahlen gibt es im Klinikum folgende Vorgaben: Pro Patient ist ein Besucher erlaubt. Das Klinikum gibt einen Hinweis dazu auf seiner Homepage: In humanitären Ausnahmesituationen, zum Beispiel, wenn ein Patient auf der Intensivstation ist, es eine Palliativsituationen oder Notfälle gibt, sind die Zugangsregelungen individuell zu überprüfen. Besucher müssen den Haupteingang an der Sauerbruchstraße nutzen. Das Klinikum kontrolliert den Einlass.

Wer wird momentan getestet, wer gilt als Kontaktperson und wer muss in Quarantäne?

Corona-Szenarien- Wer muss in welchem Fall in Quarantäne?

Sport in Corona-Zeiten

Viele Vereine, insbesondere Sportvereine, müssen sich auf eine schwierige Herbstsaison einstellen. Grundsätzlich gilt für den Sport angesichts der Corona-Pandemie und der steigenden Zahl an Infizierten, dass die Abstände auch beim Sport möglichst einzuhalten sind, Sport am besten im Freien ausgeübt werden sollte, geschlossene Sportstätten regelmäßig zu lüften sind, die Gruppen möglichst klein sein und die Teilnehmer nicht variieren sollten, also immer feste Gruppen bilden, sagt die zuständige Dezernentin der Stadt Wolfsburg, Monika Müller. Die Stadt hat dazu einen Plan entwickelt.

Stadt Wolfsburg entwickelt Corona-Szenarien für Sportbetrieb

Rückkehr aus Risikogebieten im Ausland

Die Landesverordnung sieht vor, dass Personen, die aus einem Risikogebiet im Ausland nach Niedersachsen einreisen und somit in den vergangenen 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet waren, verpflichtet sind, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg nach Hause zu begeben – und sich in Quarantäne zu begeben. Die Person ist dann verpflichtet, sich beim Gesundheitsamt zu melden.

Die Corona-Risikogebiete: Updates zu den Risikogebieten finden Sie unter: https://www.rki.de/

Schulstart nach den Herbstferien – oft mit Maske

In einigen Schulen tragen Schüler und Lehrer anders als vor den Herbstferien seit dem 26. Oktober auch im Unterricht Mund-Nasen-Schutz. Zum Beispiel in der Hauptschule Fallersleben. Im Theodor-Heuss-Gymnasium, wo darüber hinaus der gesamte siebte Jahrgang sowie einige Lehrer voraussichtlich noch bis einschließlich diesen Dienstag wegen mehrerer Coronafälle in Quarantäne sind, behalten jetzt fast alle Schüler und Lehrer den Mund-Nasen-Schutz an ihren Plätzen auf. Wolfsburgs Schuldezernentin Iris Bothe hatte die weiterführenden Schulen in der zweiten Ferienwoche angeschrieben und das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im Unterricht empfohlen.

Corona- Was Wolfsburger Eltern jetzt wissen müssen

Die wichtigsten Telefonnummern

Krankheitssymptome: Wer grippeähnliche Symptome hat (Fieber, trockener Husten, Abgeschlagenheit, Halskratzen, Atemproblemen, Kopf- und Gliederschmerzen) und Kontakt zu einer infizierten Person hatte, sollte seinen Hausarzt anrufen. Nicht in die Notaufnahmen der Kliniken gehen.

Außerhalb der Hausarzt-Sprechzeiten: Bereitschaftsdienstpraxis Wolfsburg 116117 (Öffnungszeiten: mittwochs und freitags 15 bis 22 Uhr, an den Wochenenden und feiertags 9 bis 22 Uhr). Beim ärztlichen Bereitschaftsdienst könnte es zurzeit lange Wartezeiten geben. Daher die Bitte: Nur in dringenden Fällen anrufen.

Allgemeine Fragen zum Virus: Bei Fragen zum Coronavirus sollen sich die Bürger ausschließlich an das Bürgertelefon der Stadt Wolfsburg wenden. Erreichbar unter: 05361 28 28 28 von 10 bis 18 Uhr.

Informationen für Unternehmen

Infos zu wirtschaftlichen Auswirkungen und finanziellen Fördermöglichkeiten für betroffene Unternehmen in der Corona-Krise gibt es beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter (030) 18615-1515 und beim Niedersächsischen Wirtschaftsministerium unter (0511) 120-7872. Weitere Hinweise bietet unter anderem die IHK Braunschweig auf ihrer Internetseite. Alle Informationen rund um Corona in unserer Region finden Sie hier:

Coronavirus in der Region – hier finden Sie alle Informationen

Kurzarbeit – Informationen von der Agentur für Arbeit

Die Berater in der Agentur für Arbeit für Wolfsburg in Helmstedt sind unter der lokalen Sammelrufnummer (05351) 522 888 in der Zeit von 8 bis 18 Uhr (Festnetzkosten) erreichbar. Mit dieser neuen Telefonnummer soll die vorhandene Arbeitnehmerhotline 0800 4 5555 00 (8 bis 18 Uhr, kostenfrei) entlastet werden. Per E-Mail ist die Arbeitsagentur zu erreichen unter an Wolfsburg@arbeitsagentur.de. Arbeitgeber und Betriebe mit Fragen rund um das Thema Kurzarbeit erreichen die Fachleute des Arbeitgeber-Services telefonisch unter 0800 4 5555 20 von 8 bis 18 Uhr (kostenfrei) oder unter der direkten Durchwahl ihrer bekannten Ansprechpartner. Alle wichtigen Informationen zum Thema Kurzarbeit finden Unternehmen unter www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit. Die Antragstellung kann schriftlich und für registrierte Arbeitgeber auch online erfolgen.

Das gilt, wenn der Sieben-Tage-Wert ÜBER 35 liegt

Nur noch 15 Menschen dürfen sich privat treffen, egal ob sie drinnen in der Wohnung (hier waren bislang 25 Personen zulässig) oder draußen im Garten sind (bisher 50 Personen). In der Öffentlichkeit und in Restaurants sinkt die Teilnehmergrenze auf 25 Personen (bisher 100 Personen). Bei Veranstaltungen mit sitzendem Publikum beziehungsweise zeitweise stehendem Publikum sind maximal 100 Personen erlaubt. Gegebenenfalls sind bis zu 500 Personen möglich – über die Zulässigkeit einer Veranstaltung mit mehr als 100 Personen entscheidet die jeweilige Stadt auf Basis eines Hygienekonzepte s. Für die Gastronomie gilt eine Sperrstunde zwischen 23 Uhr und 6 Uhr. Ausnahmen sind möglich. In der Öffentlichkeit soll drinnen und draußen überall dort ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wo Menschen auf engem Raum oder für eine längere Zeit zusammenkommen.

Das gilt, wenn der Sieben-Tage-Wert ÜBER 50 liegt

Private Treffen werden auf zehn Personen aus zwei Haushalten oder enge Angehörige beschränkt – egal, ob zu Hause, draußen oder im Restaurant. Bei Veranstaltungen mit sitzendem Publikum beziehungsweise zeitweise stehendem Publikum sind maximal 100 Personen erlaubt. Über Ausnahmen entscheidet die Stadt auf Basis eines Hygienekonzeptes. Die Gastronomie muss um 23 Uhr schließen (ohne Ausnahme). Außerdem ist es untersagt, alkoholische Getränke im Außer-Haus-Verkauf abzugeben. In der Öffentlichkeit muss drinnen und draußen überall dort ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wo Menschen auf engem Raum oder für eine längere Zeit zusammenkommen – es handelt sich hierbei um eine Verpflichtung.

Das gilt, wenn der Sieben-Tage-Wert UNTER 35 liegt

Drinnen dürfen sich nur bis zu 25 Menschen treffen, draußen auf privatem Gelände bis zu 50. In allen Szenarien gelten zudem die Vorgaben zum Abstandhalten und Tragen des Mund-Nasen-Schutzes. Diese gelten nur bei Gruppen von maximal zehn Menschen nicht – bei Angehörigen oder Mitgliedern zweier Haushalte kann die Zahl sogar größer sein. Für private Treffen in öffentlichen Räumen – etwa in der Gastronomie – gelten andere Regeln. Dort sind bis zu 100 Teilnehmer erlaubt. Diese Obergrenze könnte den Richtwerten für die Neuinfektionen entsprechend zunächst auf 50 und dann auf 25 Gäste gesenkt werden. Bei Zusammenkünften und Feiern, an denen mehr als 50 Personen teilnehmen, dürfen ab 18 Uhr reine Spirituosen und ab 22 Uhr gar kein Alkohol angeboten oder konsumiert werden.

Veranstaltungen wie Messen, Kongresse oder auch Weihnachtsmärkte, an denen das Publikum mindestens zeitweise steht, bedürfen unabhängig von der Zahl der Teilnehmer der vorherigen Zulassung. Es müssen Hygienekonzepte und Abstandsregelungen eingehalten werden. Für Veranstaltungen mit sitzendem Publikum, egal ob drinnen oder draußen, gilt eine Obergrenze von 500 Besuchern. In Theatern, Opernhäusern oder Kinos, wo es kaum Interaktion der Besucher gibt, gilt nun nur noch ein Mindestabstand von einem Meter statt eineinhalb Metern. Sportveranstaltungen sind auch mit mehr als 500 Zuschauern möglich, aber nur mit vorheriger Zulassung. Auch für Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen oder Synagogen gibt es keine generelle Obergrenze, sie hängt von den räumlichen Kapazitäten ab. Eine Maske ist dort zu tragen, wo Abstände von 1,5 Metern nicht eingehalten werden können. Pflicht ist sie insbesondere beim Einkaufen und in Bussen und Bahnen.

In der Fußball-Bundesliga wird zurzeit mit einigen Zuschauern experimentiert. Volle Stadien sind nach wie vor nicht möglich. Der VfL Wolfsburg darf derzeit 6000 Zuschauer in die Arena lassen. Beim jüngsten Heimspiel gegen Armina Bielefeld waren es 4519 in der VW-Arena. Clubs und Discos bleiben geschlossen. Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern sind untersagt.

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