Junges Künstlerquartett präsentiert seine Werke in Wolfsburg

Wolfsburg.  Die Ausstellung „Happy New 4“ beginnt am morgigen Freitag beim Verein „Junge Kunst“ in der Schillerstraße 23.

Bis zum 6. März sind die Werke von Katharina Kühne, Steve Luxembourg, Jan Gerngroß und Alrun Aßmus in der Schillerstraße 23 zu sehen.

Bis zum 6. März sind die Werke von Katharina Kühne, Steve Luxembourg, Jan Gerngroß und Alrun Aßmus in der Schillerstraße 23 zu sehen.

Foto: Darius Simka / regios24

Jan Gerngroß spricht, zumindest teilweise, von Malerei. Irgendwie stimmt es, denn er hat alte Gemälde, böhmische Landschaften seines Großvaters und Großonkels, übermalt, das heißt mit Stoffen umhüllt, die er in pastellenen Farben tränkte, weitere Stoffe hinzugefügt und Schaffelle. Die Arbeiten gleichen Bildern, gemalten. Es ist eine Technik, mit er auch andere Objekte wie Schallplatten und CDs verändert. Der Verein „Junge Kunst“ hat die unterschiedlichen Arbeiten in ebenso unterschiedlichen Höhen an die lange, obere Wand in seiner Ladengalerie in der Schillerstraße 23 gehängt.

Dort treten Jan Gerngroß’ Werke mit Objekten, Bildern und Skulpturen von Katharina Juliane Kühne, Alrun Asmus und Steve Luxembourg in der Ausstellung „Happy New 4“ in einen künstlerischen Diskurs über die Vergänglichkeit. Gerngroß veränderte, verwandelte vorgefundene Objekte. Alrun Asmus kritisiert in ihren Arbeiten auch Malerposen: „Ich stürze sie vom Sockel“, sagt sie über egozentrische, selbstbezogene Künstler. Sie tut es, indem sie Gaze als zarte, durchschimmernde Leinwand verwendet, „also den Untergrund hervortreten“ lässt. Darüber hängt ein Aquarell aus leichter, geränderter Gaze, auf der Sonnencreme in verschiedenen Farben verläuft. Asmus drückt damit den Wunsch nach „Erhalt einer schönen Haut“ aus.

Katharina Juliane Kühne hat Bruch und Zerfall einer Familie nach einem Trauerfall in einem zweigeteilten Zelt sowie Keramiken dargestellt. In ihrem Diptychon hat sie die Veränderungen der Jahreszeiten über dem Meer eindrucksvoll differenziert gemalt: die aufziehenden dunklen Wolken des Herbstes, das grünlich schimmernde Wasser, welches Fano umspült. Die dänische Nordsee-Insel besuchte sie mit Steve Luxembourg. Der Fotograf fing in faszinierenden Schwarz-Weiß-Aufnahmen die Verlassenheit der herbstlichen Insellandschaft ein, ihrer Häuser, und Dünen, ihres Kiefernwaldes sowie ihrer Marschen und Strände.

Luxembourg wird zu Eröffnung am Freitag, 17. Januar, 18 Uhr, auf der Gitarre spielen. In der Performance Esskultur servieren die Künstler „Rollbraten“. Kunststudentin Vanessa Gelbke und Hubert Sieverding, Vorstandsmitglied Junge Kunst, führen in die Exposition ein. Bis 6. März, dienstags bis freitags 11 bis 17, samstags 11 bis
15 Uhr.

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