Nächste Idee gegen Durchgangsverkehr in Kästorf

Kästorf.  Die Straße „Breiter Föhrd“ soll entlastet werden. Dazu gibt es einen Antrag des Ortsrats.

Vom VW-Parkplatz kommende Autos (rechts) sollen nicht mehr links auf die Straße „Breiter Föhrd“ abbiegen.

Vom VW-Parkplatz kommende Autos (rechts) sollen nicht mehr links auf die Straße „Breiter Föhrd“ abbiegen.

Foto: LARS LANDMANN / regios24

Verkehrsprobleme ziehen sich seit jeher durch die Sitzungen des Ortsrats vor den Toren des VW-Werks. Am Mittwochabend ging es erneut um die Belastung durch unnötigen Durchgangsverkehr – diesmal in Kästorf.

Einstimmig hat der Ortsrat daher einen Antrag gestellt. Er fordert ein Durchfahrtsverbot vom VW-Parkplatz Nord zur Straße Breiter Föhrd für PKW, die nach links auf die Kästorfer Ortsdurchfahrt abbiegen wollen. Das Problem: Laut Ortsrat nutzen viele Autofahrer, die vom VW-Parkplatz kommen und nach Westen, etwa in Richtung Autobahn, fahren wollen, nicht die Unterführung der Bundesstraße 188, um dann auf die Umgehungsstraße einzufädeln, sondern biegen stattdessen nach links in die Straße Breiter Föhrd ab und fahren durch Kästorf, um vermeintlich Zeit zu sparen.

„Diese für Kästorf unnötig hohe Verkehrsbelastung kann nur durch ein absolutes Durchfahrtverbot für Linksabbieger unterbunden werden“, begründet der Ortsrat den Vorstoß. Busse und LKW sollen davon ausgenommen werden, da sie für den Tunnel unter der B 188 zu hoch sind.

Wie Ortsbürgermeister Frances­cantonio Garippo (SPD) verdeutlichte, habe SPD-Fraktionssprecher Jürgen Bannier im Dezember während der Freigabe des umgebauten Straßenabschnitts für Radler in einer Viertelstunde 30 Autos gezählt, die nach links auf die Hauptstraße abbogen, obwohl sie offenbar nur durch Kästorf durchfahren wollten. Garippo: „Mit ganz kleinen finanziellen Mitteln kann man einen hohen Nutzen erzielen.“

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