So will die CDU die OB-Wahl in Wolfsburg gewinnen

Wolfsburg.  Im Interview: Der neue CDU-Kreisvorsitzende Christoph-Michael Molnar und sein Stellvertreter Dennis Weilmann.

Christoph-Michael Molnar (33) ist zwar in Gifhorn geboren, bezeichnet sich aber als Ur-Wolfsburger. Er wohnt mit seiner Lebensgefährtin und dem sechs Monate alten Sohn am Wohltberg. Molnar studierte Politik, Soziologe und Wirtschaft an der TU Braunschweig. Seit 2016 ist er Fraktionsgeschäftsführer der CDU. Am 25. Oktober wurde er zum neuen Kreisvorsitzenden der Union gewählt.

Christoph-Michael Molnar (33) ist zwar in Gifhorn geboren, bezeichnet sich aber als Ur-Wolfsburger. Er wohnt mit seiner Lebensgefährtin und dem sechs Monate alten Sohn am Wohltberg. Molnar studierte Politik, Soziologe und Wirtschaft an der TU Braunschweig. Seit 2016 ist er Fraktionsgeschäftsführer der CDU. Am 25. Oktober wurde er zum neuen Kreisvorsitzenden der Union gewählt.

Foto: Darius Simka / regios24

Christoph-Michael Molnar löste am 25. Oktober die langjährige Kreisvorsitzende Angelika Jahns an der Spitze der Wolfsburger CDU ab. Im Interview mit unserer Zeitung erzählt Molnar, warum sich die CDU mehr öffnen muss, wie der geeignete Oberbürgermeister-Kandidat gefunden werden soll und was seine persönlichen Ziele sind. Begleitet wurde Molnar von seinem Stellvertreter Dennis Weilmann.

Herr Molnar, Sie wurden beim Kreisparteitag mit 68 von 76 Stimmen zum Wolfsburger Kreisvorsitzenden der CDU gewählt. Hat Sie die große Zustimmung gefreut?

Molnar: Selbstverständlich. Wir haben lange und intensiv darauf hingearbeitet, einen guten Übergang hinzubekommen. Mir ist klar, dass wir vor großen Herausforderungen stehen. Da brauchen wir möglichst viele in der Partei, die sich engagieren, die mitziehen, die auch gerne mal mit einem kritischen Wort dabei sind. Was mich auch gefreut hat: Nicht nur ich habe ein gutes Ergebnis erzielt, sondern auch meine Stellvertreter und die ganz Neuen.

Es hat ja ein Generationenwechsel an der CDU-Spitze stattgefunden. Wird es eine andere Ausrichtung geben, oder wollen Sie an die langjährige Arbeit Ihrer Vorgängerin Angelika Jahns anknüpfen?

Molnar: Sowohl als auch. Konservativ sein heißt für mich, Altbewährtes zu bewahren und weiterzuführen, und was sich nicht so bewährt hat, zu verändern. Wir haben jetzt einen völlig anderen Vorstand, und wir werden sicherlich einiges anders machen. Wir wollen moderner werden, wir wollen beispielsweise bei unserer Onlinekommunikation mehr machen, wir wollen aber auch Dinge, die wir bereits im letzten Jahr begonnen hatten, fortführen. Ich erinnere da an die Umfrage unter unseren Mitgliedern zum Bundesparteivorsitz. Vor allem glaube ich auch, dass wir ein bisschen mehr Fleißarbeit leisten müssen als früher. Bedingt dadurch, dass es früher selbstverständlicher war, dass sich die Leute engagiert haben.

Sie sagen, die CDU steht vor großen Herausforderungen. Vor welchen?

Molnar: Wir haben 2021 Kommunalwahlen, wir haben die Bundestags- und Landtagswahl. Und wir wissen alle, dass wir in den vergangenen Jahren als CDU Wolfsburg nicht immer nur erfolgreich waren. Mein Anliegen ist es, wieder erfolgreich zu sein, die Oberbürgermeisterwahl zu gewinnen. Es ist ja völlig klar, dass wir Wahlen gewinnen wollen. Zum anderen haben wir aber auch eine Entwicklung der Altersstruktur in der CDU, bei der wir etwas tun müssen. Wir haben zwar schon guten Nachwuchs, aber es muss noch mehr werden. Der Kreisverband schrumpft, diesen Prozess müssen wir aufhalten.

Die CDU will 2021 wieder den Oberbürgermeister stellen. Wie läuft die Suche nach einem geeigneten Kandidaten ab?

Molnar: Wir haben uns entschieden, eine Findungskommission einzurichten, in der auch wir beide sitzen. Zusammen mit dem Kreisvorstand suchen wir aktiv nach den geeigneten Kandidaten. Dabei ist ganz wichtig, dass wir auf dem Kreisparteitag unser Leitbild zusammen mit den Mitgliedern verabschieden. Denn ich möchte einen OB-Kandidaten haben, der auch zu diesem Leitbild passt.

Und wann ist der richtige Zeitpunkt, den Namen zu präsentieren?

Molnar: Da gibt es viele Varianten. Das hängt auch ein bisschen vom Kandidaten ab. Vielleicht warten wir auch ab und setzen auf den Überraschungsmoment.

Ist Angelika Jahns eine Kandidatin? Sie wäre bei der Wahl 66 Jahre alt. Sie selbst hat die Frage nach einer Kandidatur beantwortet mit: ,Mal schauen’.

Molnar: Wenn ich die Frage beantworte, würde ich ja der Findungskommission und meiner Partei vorgreifen. Ich freue mich erstmal, dass jemand da ist, der offensichtlich Interesse bekundet. Von der Erfahrung, vom Können und Bekanntheitsgrad her ist sie alles andere als unattraktiv für diese Wahl.

Weilmann: Das ist ja was Positives, dass unterschiedliche Namen aus unserer Partei genannt werden und ihnen zugetraut wird, diese Position zu übernehmen.

Das komplett Interview lesen Sie in der Samstag-Ausgabe der Wolfsburger Nachrichten.

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