Wolfsburg. Eine Auswahl seines fotografischen Lebenswerkes ist vom 12. April bis zum 5. Mai im Raum für Freunde des Kunstvereins Wolfsburg zu sehen.

. Eng stehen die drei Männer zusammen. Sie scheinen in ein Gespräch vertieft, konzentriert tauschen sie sich aus. So konzentriert, dass sie nicht zu bemerken scheinen, dass da jemand mit der Linse auf sie zielt. Auch Günter Franzkowiak, so gewohnt an den Anblick einer Kamera, scheint im Augenblick, als der Fotograf auf den Auslöser drückt, noch nicht realisiert zu haben, plötzlich selbst zum Motiv geworden zu sein. Kein Zeichen des Protests, des Amüsements oder sonst eine Regung ist in seinem Gesicht zu entdecken: Er scheint noch ganz versunken in das Thema, das er mit seinen Kollegen bespricht.

Bei all der Ernsthaftigkeit, mit der die drei Kollegen sich hier austauschen – womöglich geht es darum, wie eine Maschine am besten zu reparieren wäre –, transportiert die Fotografie auch eine gewisse Lässigkeit. Die nach hinten gekämmten Haare sitzen korrekt, aber die zweckmäßige Arbeitskleidung ist zerknittert, die Hand stützt der Kollege im Vordergrund an einem Gegenstand außerhalb des Bildrandes ab, die Körperhaltung ist entspannt. Sie scheinen sich vertraut zu sein, die drei Männer, so nah, wie sie in der großen Halle aneinander gerückt sind, um sich zu besprechen.