Rita und Thomas reisen mit „Cämpino“ quer durch Europa

Wolfsburg.  Der Auftakt unserer Serie „Wolfsburg campt“. Rita und Thomas erzählen von ihrer Leidenschaft und ihrem Wohnmobil.

Rita und Thomas sind Wohnmobilisten. Sie lieben es, mit ihrem Mobil komfortabel durch Deutschland und Europa zu reisen. Außerdem haben sie einen eigenen Youtube-Kanal.

Rita und Thomas sind Wohnmobilisten. Sie lieben es, mit ihrem Mobil komfortabel durch Deutschland und Europa zu reisen. Außerdem haben sie einen eigenen Youtube-Kanal.

Foto: Alina Brückner

„Wir empfehlen das gar nicht gern“, antwortet Thomas auf die Frage, ob nicht jeder mindestens einmal Camping-Urlaub machen sollte, und lacht. „Die Plätze werden immer weniger. Wer es einmal gemacht hat, hört nie wieder auf.“ Sein Blick wandert zu seiner Frau. Auch Rita stimmt in sein Lachen mit ein. „Wer es richtig gemacht hat“, fügt sie noch hinzu und lehnt sich wieder zurück auf ihrem braun gepolsterten Sofa in ihrem „Cämpino“. So heißt nämlich das Wohnmobil des Ehepaares.

„Cämpino“ – das Wohnmobil

„Cämpino“ ist ein vollintegrierter Elegance „i810G“ des Herstellers Bürstner, 9,20 Meter lang, Baujahr 2014. Seit Mai 2018 steht er im Vorgarten der Familie und ist das mittlerweile fünfte Gefährt, mit dem das Paar auf Reisen geht. „Wir haben uns immer weiter verändert“, sagt der 54-Jährige. Angefangen hat es 1991 mit einem VW Bus, der irgendwann zu klein wurde. Sie probierten sowohl Wohnwagen als auch Wohnmobile aus. Der Unterschied: „Mit einem Wohnmobil ist man mehr auf Reisen, ein Wohnwagen bleibt eher auf dem Campingplatz“, erklärt Thomas. Deshalb haben sich die beiden im vergangenen Jahr auch für ein Wohnmobil, für ihren „Cämpino“, entschieden. „Wir sehen einfach gerne was“, erzählt Rita. Spanien, Kroatien, Frankreich, Österreich – das Paar hat schon einige Länder Europas mit dem Wohnmobil bereist.

Meist verbringen sie drei Tage an einem Ort, auf einem Stell- oder einem Campingplatz, machen Städtetouren, schauen sich Sehenswürdigkeiten an, lassen die Seele baumeln bei Bratwurst und guten Gesprächen unter der Markise ihres Wohnmobils. „Man kommt immer mit Leuten ins Gespräch“, erzählt der 54-Jährige – weil die Menschen auf den Plätzen die Urlaubsart und das Hobby teilen. „Jeder individualisiert sein Fahrzeug, da guckt man bei anderen und fragt nach“, sagt Thomas. Außerdem kenne man sich aus Facebook-Gruppen.

Camper reisen mit Wohnmobil durch Europa
Camper reisen mit Wohnmobil durch Europa

Reiseberichte auf Youtube

Und seit sieben Monaten würden viele Camper das Ehepaar auch von Youtube kennen. Denn dort veröffentlichen die beiden auf ihrem Kanal „Rita&Thomas – Reisemobil statt Reisetabletten“ Videos aus ihrem Wohnmobilisten-Alltag. Sie stellen Stell- und Campingplätze vor, geben Einblick in ihren Alltag und sprechen über ihren „Cämpino“. 1435 Camping-Fans folgen ihnen bereits. Wenn sie irgendwo ankommen, packen sie ihre Kameras aus, begeben sich auf Erkundungstour und stellen am Ende ihr Video zusammen. „Wir gehen oft beide los, weil jeder es aus einer anderen Sicht sieht und man es auch anders interpretiert“, erzählt Rita.

Auf den Namen „Reisemobil statt Reisetabletten“ sind sie gekommen, weil Rita bei Flug- und Schiffsreisen stets auf Reisetabletten angewiesen war. „Beim Wohnmobil ist das nicht so“, erzählt sie. Auch deshalb ist das Verreisen mit dem Wohnmobil für das Paar die beste Variante. „Wir können einfach losfahren, egal wohin, egal wann, für uns ist das absolute Freiheit“, schwärmt Thomas. „Und in unserem Wohnmobil haben wir unser Heim, unsere Betten.“ Urlaub im Hotel – „das ist relativ anonym“, sagt das Paar. „Beim Camping ist es egal, ob man mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs ist, man grüßt sich, man hilft sich.“

„Camping ist in“

In den letzten Jahren haben beide beobachtet, wie immer mehr Menschen diese Art des Reisens ausprobieren würden. „Camping ist in. Das Interesse ist da. Früher wurde manchmal etwas abwertender über Camping gesprochen, heute weiß man, dass es doch nicht mehr so der Billigurlaub ist“, sagt Thomas. „Campingplätze sind mittlerweile oftmals wie kleine Städte.“ Dort gebe es Supermärkte, Wellnessbereiche, Fitnessstudios – „Es wird für jeden etwas geboten“, sagt Rita.

Die 52-Jährige kennt es noch anders, ohne diese Zusätze. Denn sie ist schon mit dieser Art des Reisens groß geworden. „Früher waren wir aber mit dem Zelt unterwegs“, erzählt die 52-Jährige.

Thomas hingegen hatte bis zum Jahr 1991 nichts mit Camping am Hut. „Dann hatten meine Eltern die Idee, einen VW Bus zu kaufen. Das hat von Anfang an so viel Spaß gemacht“, schwärmt er. „Und dann hat er mich auch wieder angefixt“, sagt Rita. Für beide ist es längst nicht mehr nur eine Reiseart, sondern auch ein Hobby, ihre Leidenschaft. In diesem Jahr geht es für das Paar zu drei Camping-Treffen in Deutschland.

Und wer weiß, wo es sie noch so hin verschlägt – sie werden es uns wissen lassen auf ihrem Youtube-Kanal.

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