Die „BraWo“-City soll die Stadt verändern

Wolfsburg.   Die Volksbank hat zahlreiche Grundstücke erworben und will einen Büro- und Gewerbekomplex bauen.

Der Wolfsburger Nordkopf, vorne die Porschestraße: Die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg („BraWo“) will dort den Büro- und Gewerbekomplex „BraWo-City“ errichten. Vorstandschef Jürgen Brinkmann spricht von einer Investition im 3-stelliger Millionenhöhe. 

Der Wolfsburger Nordkopf, vorne die Porschestraße: Die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg („BraWo“) will dort den Büro- und Gewerbekomplex „BraWo-City“ errichten. Vorstandschef Jürgen Brinkmann spricht von einer Investition im 3-stelliger Millionenhöhe. 

Foto: Hendrik Rasehorn

Dass Wolfsburg exzellente Zukunftsperspektiven bietet, werden der VW-Hauptstadt immer wieder durch verschiedene Wirtschaftsstudien bestätigt. So ist es nicht verwunderlich, dass Investoren die Stadt auf der Rechnung haben. Die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg („BraWo“) hat allerdings Pläne, die den Nordkopf nachhaltig prägen sollen. Und für den großen Wurf, die „BraWo-City“, will das Bankinstitut ganz viel Geld in die Hand nehmen.

Nach der Fusion der Wolfsburger mit der Braunschweiger Genossenschaftsbank 2005 und der Verlagerung von Arbeitsplätzen in die Löwenstadt gab es die Idee, in Wolfsburg einen repräsentativen Neubau in der Stadtmitte zu errichten. Später wurde präzisiert, es sei ein Vertriebsstandort geplant. Mehrere mögliche Bauplätze zerschlugen sich, doch nicht die Baupläne, die immer größer gerieten: ein Büro- und Gewerbekomplex.

Seit Jahren kaufte die Bank ein Grundstück nach dem nächsten zu. Weil sich die Verhandlungen mit Alteigentümern oft kompliziert gestalteten, zog sich alles allerdings viel länger hin, als gedacht. Mittlerweile gehören der Bank die Gebäudezeile Porschestraße 1 bis 19 sowie Grundstücke in der Alessandro-Volta-Straße mit rund 18 800 Quadratmetern Gesamtfläche. Die Gebäude in der Porschestraße sollen um zwei Etagen aufgestockt werden, auf den anderen Grundstücken sind Neubauten geplant. Im Gespräch mit unserer Zeitung verriet „BraWo“-Chef Jürgen Brinkmann, ein Investitionsvolumen von mindestens 130 Millionen Euro netto sei geplant. Noch stecke man in der Projektierungsphase.

Am Nordkopf wurde 2005 das Wissenschaftsmuseum Phaeno eröffnet, 2007 die Designer Outlets, im November 2017 der Nordkopf-Tower, der gemeinsame Sitz von Stadtwerke und LSW. Der Bau der „BraWo-City“ stellt den Abschluss zur Umgestaltung des nördlichen Teils der Wolfsburger Innenstadt dar und ist allein deshalb städtebaulich höchst anspruchsvoll.

Claudia Kayser, Leiterin der Direktion Wolfsburg der „BraWo“, freut sich auf den neuen Standort und berichtet von vielen positiven Reaktionen: „Die Volksbank hat mit anderen Projekten wie BraWo-Park, Lilienthalhaus am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg und dem Hotel im Allerpark in Wolfsburg gezeigt, dass die Gebäude passend zum Umfeld und jeweils in Abstimmung mit den Verwaltungen entstehen.“

Der frühere Wolfsburger Wirtschaftsförderer Holger Stoye lobte die Volksbank: „Ich freue mich, dass ein regionaler und guter Partner der Stadt in Wolfsburg investiert. Durch die Größe der Investition besteht die Chance, die Strukturen in der Porschestraße zu erneuern und den aktuellen Erfordernissen des Marktes, des Handels und der Gastronomie anzupassen.“

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