Wolfsburg ist so sicher wie lange nicht mehr

Wolfsburg  Die Polizei Wolfsburg veröffentlichte heute die Kriminalstatistik 2017. Die Anzahl der Straftaten ist so niedrig wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Die Anzahl der Straftaten ist so niedrig wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Die Anzahl der Straftaten ist so niedrig wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Foto: Rudolf Flentje

Wolfsburgs Polizeichef Olaf Gösmann und Kripochefin Imke Krysta vermeldeten heute Vormittag bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für die Stadt Wolfsburg höchst erfreuliche Zahlen. „Mit dem Rückgang der registrierten Straftaten im Wolfsburger Stadtgebiet um 7,9 Prozentpunkte auf 8274 Taten erreicht die Kriminalitätslage im Jahr 2017 das niedrigste Niveau seit fünf Jahren“, bilanzierte Gösmann. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 wurden 8537 Straftaten registriert, im Jahr 2015 waren es sogar 9606. Die Trendwende wurde bereits 2016 eingeläutet mit nur noch 8988 Straftaten. Durchschnittlich etwas mehr als jede zweite Straftat kann auch aufgeklärt werden.

Ein Thema, was viele Bürger bewegt, sind Einbrüche. In diesem Deliktfeld bleibt die Anzahl der Taten jedoch auf hohem Niveau. 2017 wurden in Wolfsburg 288 Einbrüche (dazu zählen auch Einbruchsversuche) festgestellt, 2016 waren es 286 Taten. Gösmann und Krysta betonten, die Polizei behandele dieses Thema weiterhin mit oberster Priorität. Dazu gehöre, dass die Ermittler aus verschiedenen Fachbereichen eng zusammenarbeiten, um den Tätern auf die Schliche zu kommen. Immerhin 28 Verdächtige konnten im vergangenen Jahr festgenommen werden. Dazu zählt eine Tätergruppe aus Georgien, denen 22 Einbrüche im Bereich Wolfsburg, Schöningen und Helmstedt zur Last gelegt wird. Ebenfalls wurde eine Tätergruppe aus dem Raum Magdeburg, die sich auf „Homejacking“ spezialisiert hatte - sie brachen in Häuser ein, um die Schlüssel zu Fahrzeugen zu erbeuten. Sie sollen allein in Wolfsburg für sieben Taten und in Magdeburg für rund 40 weitere Taten verantwortlich sein. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktfeld beträgt 27 Prozent - dazu muss man wissen, dass der Landesschnitt 23 Prozent beträgt. „Auf unsere Aufklärungsquote sind wir deshalb sehr stolz“, erklärte Imke Krysta. Gleichwohl räumte Gösmann ein: „Die Entwicklung der Fallzahlen ist natürlich nicht befriedigend. Wir werden auch in diesem Jahr uns intensiv daran abarbeiten und unsere Maßnahmen noch einmal verstärken.“

Erfreulich, weil rückläufig, ist die Anzahl der Rohheitsdelikte. Dazu zählt Körperverletzung: 839 Fälle wurden in 2017 bearbeitet, 2016 waren es noch 866. Allerdings werden immer wieder Beamte im Einsatz Opfer von Gewalt. „2017 wurden 15 Polizisten verletzt, davon acht so schwer, dass sie längerfristig krankgeschrieben waren. Das ist nicht tolerierbar“, so Gösmann. Der Polizeichef erhofft er sich von der Einführung der Bodycam - einer Kamera, die Beamte im Einsatz an ihrer Weste mit sich führen - einen besseren Schutz für die Kollegen. Noch steht die Klärung rechtlicher Fragen aus. Ist dies geschehen, will die Polizei Wolfsburg noch in diesem Jahr zunächst fünf Kameras anschaffen.

Auch zum Thema Flüchtlings-Kriminalität nahm die Wolfsburger Polizeiführung Stellung. Die durch Flüchtlinge begangenen Straftaten machten im vergangenen Jahr lediglich 5,7 Prozent des gesamten Straftatenaufkommens in der Stadt Wolfsburg aus. „Statistisch gesehen ist das nicht relevant“, lautet Gösmanns Fazit. Im Jahr 2017 wurde gegen 138 Flüchtlinge ermittelt die Straftaten gegen andere Flüchtlinge begangen hatten. 330 Straftaten wurden von Flüchtlingen gegen Nicht-Flüchtlinge wurden registriert. Außerdem gab es 31 Straftaten gegen Flüchtlinge.

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