Gesundheit

Klinikum Wolfenbüttel unterstützt mit Wochenbettambulanz Mütter

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Von links: Das Team der Wochenbettambulanz im Storchennest 51: Jana Asmus, Melanie Küstermann und Diana Junge.

Von links: Das Team der Wochenbettambulanz im Storchennest 51: Jana Asmus, Melanie Küstermann und Diana Junge.

Foto: Städtisches Klinikum Wolfenbüttel

Wolfenbüttel.  Einzigartiges Projekt: Das Hebammenteam in Wolfenbüttel bietet eine Anlaufstelle für Frauen, die keine Hebamme für die häusliche Nachsorge finden.

Ein laut Mitteilung des Städtischen Klinikums Wolfenbüttel einzigartiges Projekt startet ab dem heutigen 17. August im Storchennest 51, der Elternschule des Städtischen Klinikums Wolfenbüttel. In den Räumlichkeiten im Ärztehaus Med51/2 am Neuen Weg bietet das Hebammenteam der Wochenbettambulanz dann eine Anlaufstelle für Frauen, die keine Hebamme für die häusliche Nachsorge gefunden haben.

Bedarf an einem solchen Angebot ist in der Region groß

„Für alle Schwangeren und Mütter, die keine Hebamme für die häusliche Nachsorge gefunden haben, deren Hebammen im Urlaub oder krank sind, bieten wir als Klinikum mit der Wochenbettambulanz nun eine Lösung“, erörterte Axel Burghardt die Hintergründe. Der Bedarf an einem solchen Angebot sei in der Region und auch darüber hinaus groß, so der Geschäftsführer. Diese Auffassung werde auch von den Verantwortlichen des Landkreises geteilt, der das Projekt zukünftig ebenfalls unterstützen wolle.

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In der Wochenbettambulanz erhalten die Frauen bis zu zwölf Wochen nach der Geburt Hilfe und Antworten bei allen wichtigen Fragen durch eine Hebamme. Von Tipps zum Wickeln, Baden, Haut- und Nabelpflege über die Gewichtskontrolle des Babys bis hin zur regelmäßigen Untersuchung der Rückbildung der Gebärmutter. „Zusätzlich bieten wir den Müttern auch Stillhilfe während der gesamten Stillzeit an“, sagt Diana Junge, Hebamme und Kursleiterin im Storchennest 51. „Natürlich muntern wir die Frauen auch auf und machen ihnen Mut, wenn es mal nicht so läuft wie erwartet, was besonders am Anfang völlig normal ist“, erklärt die Kursleiterin.

Projekt hilft auch niedergelassenen Ärzten bei der Vermittlung einer Hebamme

Doch nicht nur die Mütter würden profitieren: „Der Vorteil für die Kinder- und Frauenärzte sowie Sozialarbeiter liegt darin, dass sie den Schwangeren eine Adresse nennen können und die Frauen rund um die Schwangerschaft und Geburt versorgt sind“, führt Junge aus. So biete die Wochenbettambulanz bei der Suche nach einer Hebamme für die Nachsorge eine gute Alternative und helfe gleichzeitig den niedergelassenen Ärzten bei der Vermittlung einer Hebamme. Für die freiberuflichen Hebammen stelle das Angebot ebenfalls eine Erleichterung dar, da sie es als Vertretung im Urlaubs- oder Krankheitsfall nutzen können.

„Wir haben mit unserem Storchennest und der Wochenbettambulanz ein lösungsorientiertes Angebot geschaffen, welches es in dieser Art über die Grenzen unseres Landkreises hinweg kein zweites Mal gibt. Dies war nur dank des großen Engagements unseres gesamten Teams und Partnern vor Ort möglich“, sagt Burghardt.

Mehr Informationen zum „Storchennest 51“ und zu den aktuellen Kursangeboten sind auf der Homepage des Klinikums unter www.klinikum-wolfenbuettel.de/storchennest-51 zu finden.

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