Umwelt in Wolfenbüttel

So war der Wolfenbütteler Umweltmarkt auf dem Schlossplatz

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Am Stand von Friday's for Future konnten Kinder auf Dosen werfen, auf denen unterschiedlichste Gründe und Auswirkungen für Klimawandel notiert waren, wie Hungersnot, Wetterextreme, Flucht, Korallensterben.

Am Stand von Friday's for Future konnten Kinder auf Dosen werfen, auf denen unterschiedlichste Gründe und Auswirkungen für Klimawandel notiert waren, wie Hungersnot, Wetterextreme, Flucht, Korallensterben.

Foto: Stephan Querfurth

Wolfenbüttel.  Neben einer Reihe von Informationsständen bot der Wolfenbütteler Umweltmarkt auch ein buntes Bühnenprogramm mit Quiz und Interviews an.

Drei Kinder standen auf der Bühne beim Umweltmarkt auf dem Wolfenbütteler Schlossplatz.. Sie wollten etwas sagen. Sich äußern zum Klimawandel: „Auch wenn ihr es nicht glaubt, bald werden wir im Sommer eine Schneeballschlacht machen,“ schloss ihr flammendes Plädoyer für Umdenken im Umgang mit Umwelt.

Es war viel los bei diesem 30. Wolfenbütteler Umweltmarkt (WUM), der sich erstmalig in diesem Jahr auf dem Schlossplatz präsentierte. 34 Stände artikulieren vor der historischen Schlosskulisse ein nach wie vor hochaktuelles und brisantes Themenbündel. Zu Umwelt- und Naturschutz, den Klimawandel und Energiewende. Bürgermeister Ivica Lukanic bedankte sich bei seiner Eröffnungsrede dafür. Es sei schon enorm, welche Vielfalt an Umweltthemen hier mit Information, Aktion und Gespräche den Besuchern angeboten werde.

Das gemeinsame Anliegen verbindet

Dabei waren Anbieter von umweltfreundlichen Produkten oder Dienstleistungen oder der Nabu mit einem Insektenhotel. Da gab es einen Effizienzvergleich verschiedener Antriebsarten, ein CO2-Rechner-Projekt der Stadtwerke und Infos des Landkreises über Klimaschutzmaßnahmen für private Haushalte.

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Über nachhaltige, solidarische Landwirtschaft informierte die „SoLaWi-Dahlum“. Die bislang 130 Mitglieder würden sich ein Kalenderjahr lang verpflichten, einen monatlichen Beitrag zu zahlen. „Dafür bekommen sie wöchentlich an Verteilstationen Ernteanteile von nachhaltig umweltgerecht erzeugten Ernteanteilen“ berichtete Britta Steven. Paul Koch, der den Stand der Tschernobyl-Initative und den des Netzwerkes Belarus-Protest-Solidarität begleitete, fand es „Wunderbar, das sich hier Generationen, Alt und Jung miteinander treffen und gleiche Anliegen haben.“

Erstmals eine Kleidertauschbörse

Heike Weigel und Manfred Kramer von den Vahlberger Asseaktivisten prangerten an, dass für das Zwischenlager und den geplanten Schacht Asse 5 „mitten in der Asse Bäume gerodet werden“, und drückten ihre Befürchtung aus „dass sich durch ungeeigneten Baugrund Schlammlawinen in die Keller von Häusern in Remlingen und Vahlberg ergießen können“. Symbolisch übergab der Asse II - Koordinationskreis an die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGB) eine gelbe Karte, die deren Mitarbeiter auch annahm. Luise Bei der Wieden von der Bewegung Fridays for Future hat beobachtet, „dass Besucherinnen und Besucher des Umweltmarktes schon sehr sensibilisiert und mit gezielten Fragen kommen.“

Neu beim WUM auch eine Kleidertauschbörse: Fünf bis zehn gut erhaltene, gereinigte Kleidungsstücke konnten gegen 'neue' Gebrauchte getauscht werden. Neu auch der WUM-Flohmarkt am Brunnen. Die Teilnahmegebühr für Erwachsene, Kinder konnten unentgeltlich tauschen, wird der Ukrainehilfe zu Gute kommen. Auch ein WUM-Café bot Plätze an. Und die Bühne bot Bühne eben dem Bürgermeister, den Kindern, Livemusik, Quiz und Interviews.

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