Abluftrohr fängt in Schöppenstedter Chemiefabrik Feuer

Ein Mitarbeiter entdeckte das Feuer bei Surfactor in Schöppenstedt.

Ein Mitarbeiter entdeckte das Feuer bei Surfactor in Schöppenstedt.

Foto: Jörg Koglin

Schöppenstedt.  Der Einsatz bei Surfactor begann gegen 19 Uhr und dauerte bis um 2 Uhr am Morgen. Zahlreiche Wehren waren unterwegs. Verletzt wurde niemand.

Bei der Firma Surfactor in Schöppenstedt, die Oberflächenmaterialien für die Holzindustrie produziert, ist am Mittwochabend ein Brand ausgebrochen. Aus noch ungeklärter Ursache fing ein Abluftrohr Feuer, wie die Feuerwehr mitteilte. Das Feuer schlug kurzzeitig in die Halle über. Die Wehren hatten den Brand jedoch schnell unter Kontrolle.

Nach Angaben der Einsatzkräfte begann der Einsatz gegen 19 Uhr, nachdem einem Mitarbeiter der Brand aufgefallen war, und dauert vermutlich bis in die Nacht. Im Einsatz waren die Wehren aus Schöppenstedt, Groß Dahlum, Eitzum-Schliestedt und Groß Vahlberg.

Brand in Schöppenstedter Chemiefabrik: Zwei Feuerwehrleute von Rettungsdienst betreut

Später wurde auch noch die Wehr aus Wolfenbüttel hinzugezogen. Auch die Polizei und der Rettungsdienst waren vor Ort, genauso wie Samtgemeindebürgermeister Dirk Neumann, der sich ein Bild von der Lage machte.

Erst durch Einsatz einer Wärmebildkamera konnte die Feuerwehr den Brandherd lokalisieren. „Das Abluftrohr kann man sich als Blech-Kanalsystem mit einem Durchmesser von rund einem Meter und mehreren Abzweigungen vorstellen“, erläuterte Kreisbrandmeister Tobias Thurau. Da zunächst unklar war, ob Schadstoffe freigesetzt worden waren, warnten die Einsatzkräfte Anwohner durch Rundfunk und Lautsprecherdurchsagen, ihre Fenster zu schließen. Die Löscharbeiten dauerten bis 2 Uhr am Donnerstagmorgen. Es waren insgesamt 140 Feuerwehrleute im Einsatz.

Zwei Feuerwehrleute begaben sich wegen leichter Kreislaufbeschwerden in die Obhut des Rettungsdienstes, einer von beiden kam deshalb ins Krankenhaus. Verletzt wurde niemand. Für die Bevölkerung besteht kein Grund zur Beunruhigung wegen möglicher giftiger Dämpfe, so die Wehr. Die Schadenshöhe ist unbekannt, ebenso die Brandursache. Ein technischer Defekt könne nicht ausgeschlossen werden, so die Polizei in einer Pressemitteilung am Donnerstag. Die Polizei ermittelt daher weiterhin, um die Brandursache festzustellen.

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