Mansfeld-Schule in Wolfenbüttel ist „Schule ohne Rassismus“

Wolfenbüttel.  Die Schule ist der vierte Teilnehmer im Landkreis Wolfenbüttel.

Stolz präsentieren Schüler der Dr.-David-Mansfeld-Schule, zusammen mit Lehrern, Förderern und Stiftungsvertretern, die Urkunde für ihre "Schule ohne Rassismus".

Stolz präsentieren Schüler der Dr.-David-Mansfeld-Schule, zusammen mit Lehrern, Förderern und Stiftungsvertretern, die Urkunde für ihre "Schule ohne Rassismus".

Foto: Frank Schildener

Die Dr.-David-Mansfeld-Schule in Wolfenbüttel ist nun „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Dienstagmorgen wurde die Urkunde übergeben. Bevor die große Hinweistafel mit dem frisch erworbenen Titel am Schulgebäude angebracht wurde, gab es flammende Plädoyers für Demokratie und Respekt. Zum Beispiel von Christiane Redecke, Vorstandsvorsitzende der Stiftung. „Haltungsfragen gehören in den Unterricht unserer Schulen“, sagte sie. Demokratie zu lernen, sei ebenso wichtig, wie Rechnen und Schreiben lernen. Respekt sei Grundlage von Integration und für alle gleichermaßen wichtig, betonte der stellvertretende Schulleiter Daniel Lonkowski. „Wo Respekt herrscht, kann Rassismus nicht existieren“, sagte er.

Rund 100 Schüler beider Standorte (der zweite befindet sich in Goslar) hätten sich mit den Themen Respekt und Rassismus beschäftigt, führte er weiter aus. Einige Schüler gaben einen Einblick in ihre Projektarbeit. Filme seien gesehen und selbst gedreht worden, Texte seien erarbeitet und sich mit dem Thema Mobbing befasst worden und vieles mehr. Auch die NS-Zeit habe auf der Agenda gestanden. Schließlich stellten zwei Schüler Gedichte vor, die während der Projektarbeit entstanden waren.

In Niedersachsen tragen 369 Schulen den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, berichtete Tjorven Maack, Geschäftsführerin des Awo-Kreisverbandes Region Harz. „Treffen wir auf Rassismus, ist es ganz wichtig, dass wir ganz klar sagen: Mit uns nicht“, sagte sie. „Wir möchten das Projekt so an Schulen verankern, dass sich immer wieder aufs Neue Schüler für es begeistern und mitmachen“, erklärte sie. Sie riet den Schülern und Lehrern, den Kontakt mit anderen Schulen zu suchen, die bei dem Projekt mitmachten. 3378 seien das deutschlandweit mit mehr als zwei Millionen Schülern.

Die Patenschaft für die Dr.-David-Mansfeld-Schule hat Bürgermeister Thomas Pink übernommen. „Es ist toll, dass ihr das macht“, lobte er die Schüler. Es sei für ihn unerträglich, dass Europa es nicht fertigbringe, gemeinschaftlich Flüchtlinge aufzunehmen.

Die Mansfeld-Löbbecke-Stiftung betreibt zwei staatlich anerkannte Förderschulen für emotionale und soziale Entwicklung. Die Dr.-David-Mansfeld-Schule wurde zum Beginn des neuen Schuljahres frisch bezogen. Sie befindet sich auf dem neuen Bildungscampus der Stiftung unweit der Lebenshilfe. Die Schule an der Mascheroder Straße ist nach dem Gymnasium im Schloss, der Großen Schule und der CGLS die vierte teilnehmende Schule im Landkreis Wolfenbüttel.

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