Wolfenbütteler feiern einen entspannten Vatertag

Wolfenbüttel.  Die meisten Menschen hielten sich an die Verordnungen des Landes. In Altenrode feiern 50 Menschen einen ökumenischen Gottesdienst.

Rund 50 Menschen feierten in Altenrode einen ökumenischen Gottesdienst an Christ Himmelfahrt.

Rund 50 Menschen feierten in Altenrode einen ökumenischen Gottesdienst an Christ Himmelfahrt.

Foto: Tobias Schneider

Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen. Das Wetter versorgt die Wolfenbütteler an Christi Himmelfahrt und zugleich Vatertag mit bestem Frühlingswetter. Viele nutzten die Bedingungen aus und unternahmen etwas mit ihren Familien oder machten eine ausgiebige Fahrradtour. Bollerwagen und große Ansammlungen von Männern? In diesem Jahr Fehlanzeige.

Am Bismarckturm bei Wittmar herrschte gelassene Ausflugsstimmung. Väter schlenderten mit ihren Töchtern und Söhnen durch die Liebesallee und schauten sich den Turm an. Einige Wanderer starteten vom nahen Parkplatz zu ihren Wandertouren durch die Asse. Keine Bollerwagen zu sehe, keine lauten Bässe zu hören. Der Grund dafür ist das Coronavirus.

Polizei ist sehr zufrieden

Im öffentlichen Bereich galt auch am Vatertag: Personen eines Hausstandes dürfen sich mit Angehörigen eines weiteren Hausstandes treffen. Ein Treffen mit Personen aus mehr als zwei Hausständen ist nicht erlaubt. Auch im privaten Bereich gilt, dass soziale Kontakte auf ein absolut nötiges Minimum beschränkt

werden sollen. Als Orientierung kann man sich an die Regel halten, die auch im öffentlichen Bereich besteht: Zwei Hausstände kommen, beispielsweise im heimischen Garten, zusammen. Zudem kündigte Wolfenbüttels Polizei verstärkte Kontrollen an beliebten Ausflugszielen an, wie beispielsweise am Bismarckturm. Hier herrschte, wie in den vergangenen Jahren auch, ein Glasflaschenverbot.
„Wir wollen niemandem den Spaß verderben, aber wir appellieren daran, dass die Verordnungen des Landes Niedersachsen eingehalten werden“, sagt Polizeisprecher Frank Oppermann am Dienstag gegenüber unserer Zeitung. Und die Menschen hielten sich daran. Laut der Wolfenbütteler Polizei beachten alle die Verordnungen des Landes. „Ein sehr entspannter Vatertag. Wir sind sehr zufrieden“, so der Polizeisprecher.

Ruhe im Seeligerpark

Auch an anderen Orten des Landkreises herrschte entspannte Ruhe. Im Seeligerpark in Wolfenbüttel waren nur vereinzelt Menschen unterwegs. Nur wenige lagen mit ihren Decken auf den Wiesen und ließen die Seele baumeln. Viele nutzten die Chance und machten ausgiebige Radtouren durch die Region – eine gewisse Vorsicht war bei den Menschen zu spüren. In diesem Sinne appellierte auch Wolfenbüttels Landrätin in einer Pressemitteilung vom Dienstag:

„Zwar lassen die geringen Neuinfektionen der letzten Zeit darauf hoffen, dass sich die Lage weiter

entspannt, wir wissen aber noch nicht, wie die mutigen Lockerungen zusammen wirken “, so Landrätin Christiana Steinbrügge in einer Mitteilung vom Dienstag. „Die letzten Wochen waren für uns alle nicht leicht. Daher ist es umso wichtiger, dass wir jetzt weiter vorsichtig sind und abwägen, welche Risiken jetzt noch vermeidbar sind, damit wir bald alle wieder in einen unbeschwerten Alltag zurückkehren können.“

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Gottesdienst in Altenrode

Da der Vatertag jährlich auf den christlichen Feiertag Christi Himmelfahrt fällt, fanden auch einige wenige Gottesdienste im Landkreis statt – unter besonderen Bedingungen. In Altenrode kamen rund 50 Menschen auf der Wiese des Ritterguts zusammen. Pfarrer Frank Ahlgrim von der evangelischen Kirchengemeinde Schladen-Werla lud gemeinsam mit Pfarrer Matthias Eggers von der katholischen Pfarrei St. Petrus Wolfenbüttel zu einem ökumenischen Gottesdienst ein. „Wir sind einfach froh, dass wir wieder Gottesdienste feiern können. Und bei solch einem Wetter, macht das gleich umso mehr Spaß“, sagt Ahlgrim zufrieden.

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