KKK-Chef tüftelt am neuen Programm in Wolfenbüttel

Wolfenbüttel.  Michele Ha und Die bösen Schwestern werden im KKK wieder zu Gast sein.

Alexander Walewski, der seit 1992 das Kleinkunstkabarett an der Ahlumer Straße betreibt, plant ein neues Programm für 2020. Sein magisches Datum - 2022 - hat er schon im Kopf.

Alexander Walewski, der seit 1992 das Kleinkunstkabarett an der Ahlumer Straße betreibt, plant ein neues Programm für 2020. Sein magisches Datum - 2022 - hat er schon im Kopf.

Foto: Stephanie Memmert

Die Musik und das Klingen der Gläser zum Jahreswechsel sind kaum verklungen, das sitzt Alexander Walewski, Chef des Kleinkunstkabaretts (KKK) in Wolfenbüttel in seinem Sessel und denkt über das Programm für 2020 nach. „Wissen Sie, es ist gar nicht so einfach gute Leute zu kriegen. Ich mir liegt doch die Qualität sehr am Herzen“, sagt er.

Einer, den das KKK-Publikum liebt und der schon häufig für ein ausverkauftes Haus gesorgt hat, ist der Tenor Michele Ha aus Braunschweig. Ein Opernabend ist mit ihm für den Mai geplant. „Viva Verdi“ so heißt das Programm. Gezeigt wurde es schon einmal mit sehr großem Erfolg – 2001 zum 100. Todestag des italienischen Komponisten. „Ich denke, nach 18 Jahren ist die Zeit einfach mal wieder reif für einen Verdi-Abend im KKK“, sagt Walewski.

Michele Ha ist ein gefragter, freischaffender Tenor. „Er bringt die passende Sängerin mit und seine Stimme wird immer schöner, finde ich“, sagt Walewski. Michele Ha hatte Auftritte in New York, Tel Aviv, Brüssel und Kopenhagen. „Also, er wird derzeit rumgereicht wie Jonas Kaufmann“, sagt der KKK-Chef, der sich gern an den Zarzuela-Abend in seinem Kabarett erinnert.

Auch wenn Walewski im Moment noch keine Daten für die einzelnen Auftritte der Künstler nennen kann, weil viele Verträge noch nicht unterschrieben sind, steht jetzt schon fest, dass „Die bösen Schwestern“ im KKK wieder mit von der Partie sein werden. Voraussichtlich im Mai werden sie auftreten.

Sie sind eine freie und unabhängige Theatergruppe aus Hannover. Ihre Markenzeichen sind seit vielen Jahren die beiden Frauenfiguren Anita Palmerova und Magda Anderson. In ihrem Gepäck haben sie eine Wandergitarre, ein Tamburin und eine Flasche Eierlikör. Viel Vergnügen!

Auch die heimlichen Publikumslieblinge „Ranz und May“ werden voraussichtlich im Herbst auf den Brettern des KKK stehen. Und natürlich soll es auch wieder ein Programm zu Silvester geben. Das hat Tradition im KKK.

Derweil denkt Walewski über einen Claire-Waldoff-Abend mit der Darstellerin Andrea Meissner nach. „Sie trat bei uns auf, als ich das KKK gerade eröffnet hatte. Das war 1992“, erinnert sich Walewski. Als gebürtiger Potsdamer war und ist er gern im Obelisk-Kabarett in Potsdam zu Gast. Dort hat er die Kaberettistin auch kennen gelernt.

Sein magisches Datum – 30 Jahre KKK im Jahr 2022 – hat er schon im Kopf. „Das alles schaffe ich nur dank meiner ehrenamtlichen Mitarbeiter“, sagt er und lächelt.

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