Weihnachtsmarkt kurz vor dem Start: Händler haben viel zu tun

Wolfenbüttel.  40 Händler sind auf dem Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt vertreten. Es gibt sieben Adventshöfe. Am Dienstag um 17 Uhr ist die Eröffnung.

Slim Karma schraubt noch etwas Tannengrün an seinen Glühwein-Stand

Slim Karma schraubt noch etwas Tannengrün an seinen Glühwein-Stand

Foto: Kai-Uwe Ruf

Slim Karma lacht, während er mit dem Akkuschrauber an seinem Glühweinstand hantiert. „Wir sind fast fertig“, ruft er: „Wir haben nur noch eine Glasscheibe ausgetauscht.“ Probeweise brennen schon die Lichterketten, die als Schmuck am Rand des Hüttendaches hängen. Drinnen auf dem Tresen stehen Stapel mit Pappkisten. Davor liegen ein paar Kabel.

Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung ist auf dem Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt noch eifrig Betrieb. In den Gassen stehen Transporter. Manche Händler bestücken ihre Stände mit Waren. Andere sind noch mit der Dekoration beschäftigt. Daniela Ahrend bindet Tannenzweige an die kleinen Laternen, die am Zaun vor dem Stand ihrer Weihnachtsbahn stehen. „Alles Routine“, versichert sie gelassen. Seit mehr als 30 Jahren sei ihre Familie auf dem Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt vertreten. Ihr Vater sei einer der ersten Händler gewesen, die mitmachten: „Damals gab es nur eine Mandelhütte“, erinnert sie sich.

vier Familienmitglieder packen bei den Ahrends kräftig an, damit alles rechtzeitig fertig wird und auch hübsch aussieht vertreten. Die Weihnachtbahn aufzubauen dauere nicht lange, versichert Daniela. In einem Tag sei das erledigt. Dann benötige man noch einen weiteren Tag fürs Schmücken, und schon könne es losgehen.

Aufwendiger ist es für Familie Tieres, die im Museumshof gerade einen Stand aufbaut, an dem sie später Entenparfait und heiße Getränke anbieten will. Seit vergangenem Montag basteln Nourdin und Steffi an dem Stand – immer dann, wenn, die Arbeit mit dem Feinkostgeschäft am Krambuden Zeit dafür gelassen habe, berichtet Nourdin Tieres.

Knapp 40 Händler sind dieses Jahr auf dem Weihnachtsmarkt vertreten, weiß Organisatorin Anna Wohlert-Boortz. Ein paar Neuerungen gibt es im Vergleich zum Vorjahr. Vielleicht die Wichtigste: Die Zahl der Adventshöfe ist gestiegen. Sieben sind es nun. Nicht alle liegen in direkter Nähe zum Stadtmarkt. Der Piratenhof beispielsweise in das der Marktbrücke platziert, dort wo im sommer der Okerpirat zu Bootstouren einlädt.

„Von dort in die Innenstadt ist es schon ein Stückchen“, sagt Wohlert-Boortz. Das Konzept mit den Adventhöfen sei in den vergangenen Jahren gut angenommen worden. Die Nachfrage sei gestiegen. Die Stadt habe das Angebot daher ausgeweitet. „So hat man Gelegenheit, ein bisschen weiter zu bummeln“, meint die Weihnachtsmarkt-Macherin und schmunzelt. Und für die Wolfenbütteler, die aus Richtung Juliusmarkt in die Innenstadt kämen, sei der Piratenhof eine gute Gelegenheit, Zwischenstation zu machen.

Alles Wichtige über den Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt 2019

Aber auch im Zentrum gibt es Neues. Weil der Wochenmarkt auf den Schlossplatz umgezogen ist, konnte die Stadt den Eingangsbereich vor dem Winterwald großzügiger gestalten.

Der Schmuck hingegen ist gleich geblieben. Die vielen roten Schleifchen, die die Tannen am und um den Markt so weihnachtlich schmücken, habe es auch schon vergangenes Jahr gegeben, versichert die Organisatorin und meint: „Es kann losgehen. Das ist schon richtiges Glühweinwetter.“

Am Dienstag, 26. November, um 17 Uhr wird der Markt feierlich eröffnet.

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