Auf geht’s zum Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt

Wolfenbüttel.  Der Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt öffnet. In diesem Jahr gibt es zudem sieben Adventshöfe.

Das weihnachtsliche Idyll auf dem Stadtmarkt sieht aus der Vogelperspektive gleich nochmal so schön aus.

Das weihnachtsliche Idyll auf dem Stadtmarkt sieht aus der Vogelperspektive gleich nochmal so schön aus.

Foto: Archivfoto: Frank Schildener

Es duftet herrlich nach dieser wunderbaren Mischung von gebratenen Mandeln, Glühwein und leckeren Bratwürsten: Der Weihnachtsmarkt in Wolfenbüttel öffnet. In all den Jahren hat er sich zu einem richtigen Publikumsmagneten entwickelt. In seiner Mitte steht die Friedenstanne aus Drammen in Norwegen.

Ergänzt wird der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr erstmals um sieben anstatt vier Adventshöfe. „Wir freuen uns auf ein Programm über vier Wochen“, sagt Bürgermeister Thomas Pink.

Er erinnert sich noch an seine Kindheit, als ein einsamer Tannenbaum aus Drammen ungeschmückt auf dem Stadtmarkt stand. „Eine Zeile Weihnachtsmarkt gab es damals“, sagt Pink. Doch diese Zeiten sind längst vergangen. Von Jahr zu Jahr wird das Angebot größer und schöner. In diesem Jahr wird der Markt wie sonst auch auf dem Stadtmarkt und der Fläche vor dem Bankhaus Seeliger stattfinden – hinzu kommen weitere Stände auf der Langen Herzogstraße. Dort gibt es Suppen, Brot und Rum-Cocktails.

Der Bürgermeister wird den Weihnachtsmarkt am Dienstag, 26. November, 17 Uhr auf der Bühne unter dem Herzog-August-Denkmal eröffnen. Vertreter der drei großen Glaubensgemeinschaften in Wolfenbüttel werden den Weihnachtsmarkt segnen. Den musikalischen Rahmen liefert die Jazzband Ellingtones aus Hannover
(17.30 bis 20 Uhr).

Die Lichter der Friedenstanne werden am Sonntag, 1. Dezember, 17 Uhr feierlich erleuchtet. Es ist inzwischen die 57. Friedenstanne, die über die Druidenloge ihren Weg von Drammen nach Wolfenbüttel findet – von Drammen nach Oslo und Bremerhaven und von dort mit einem Tieflader nach Wolfenbüttel. In diesem Jahr hat sie sogar einen Weg über England gemacht.

Seit 19 Jahren dabei sind die Wolfenbütteler Stadtwerke. Sie sorgen für den Strom, der die vielen Lichterketten in der Wolfenbütteler Innenstadt leuchten lässt. Pressesprecherin Kerstin Hecker erinnert daran, dass die Lichter 2012 auf LED umgestellt worden seien. Seitdem habe sich der Energieverbrauch halbiert. Daniel de Wall (Hofbrauhaus Wolters) dankt dem Team für das tolle Programm.

Beinahe verdoppelt hat sich inzwischen die Zahl der Adventshöfe in Wolfenbüttel. Waren es im vergangenen Jahr noch vier Höfe, die ihre Tore in der Vorweihnachtszeit öffneten, so sind es in diesem Jahr schon sieben. Neu sind der Piraten-Hof, der „Sotto le stelle“ („Hof unter den Sternen“) und der Zimmerhof 13.

Die Adventshöfe sind parallel zum Weihnachtsmarkt geöffnet. Sie sollen keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung des Angebots darstellen. Seit drei Jahren gibt es nun schon die Adventhöfe und sie erfreuen sich wachsender Beliebtheit, sagt Anna Wohlert-Boortz vom Veranstaltungsmanagement der Stadt Wolfenbüttel.

Alles Wichtige über den Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt 2019

Exklusivhof, Breite Herzogstraße 15, Vitrine: Hier werden Winter-Cocktails, Panini (Brötchen) und kulinarische Spezialitäten angeboten. Der Weihnachtsladen der Vitrine ist geöffnet.

Klosterhof, Kloster „Zur Ehre Gottes“, Klosterstraße 2: Angeboten werden hier Flammlachs, Schweizer Raclette und Hirschburger. Jeden Samstag gibt es Live-Konzerte.

Museumshof, Landesmuseum, Eingang Klosterstraße: Hier herrscht nordische Gemütlichkeit mit kleinen Trollen, Tannenbäumen und kuscheligen Sitzecken. Es gibt Sanddorn-Glühwein, hausgemachte Shots, Entenconfit-Burger und Wintersuppen.

Sotto le stelle – Hof unter den Sternen, Schiffwall 3: So nennt sich der neue Hof des Restaurants Vinum Italicum. Jeden Samstag können Besucher an Weindegustationen teilnehmen. Es gibt Delikatessen aus Italien. Salsicce vom Grill, Austern und wechselnde Pasta-Gericht.

Zimmerhof 13, Großer Zimmerhof 13: Gäste können hier Handwerk und Zimmerei erleben. Das wechselnde Angebot an Speisen und Getränken ist weihnachtlich und regional.

Diese fünf Höfe sind freitags bis sonntags, 16 bis 21 Uhr und am Montag, 23. Dezember, 16 bis 21 Uhr geöffnet.

Kommisshof, Kommisse, Kommissstraße 5: Er ist dem Adventsmarkt in der Kommisse direkt angeschlossen. Die Brauerei Mad Dukes bietet Bier-Kreationen an. Wolfenbütteler Craft Beer, Winterbock, Glühwein und Bratwurst. Freitags, 15 bis 21 Uhr. Samstags und Sonntags, 11 bis 21 Uhr. An allen Adventswochenenden. Zusätzlich am Montag, 23. Dezember, 16 bis 21 Uhr.

Piratenhof, Okerpirat am Juliuswehr, Marktstraße 4: Regionale Säfte und Glühweine sind ebenso im Angebot wie Herzog-Julius-Bräu und Köstlichkeiten aus dem Suppenkessel. Kunsthandwerker bieten Waren an. Es gibt Glühweinfahrten auf der Oker. Freitags 16 bis 21 Uhr, samstags und sonntags von 12 bis 21 Uhr. An allen Adventssonntagen.

In der Kommisse findet der Adventsmarkt an allen Adventswochenenden statt: freitags von 15 bis 20 Uhr, samstags von 11 bis 20 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr. In der Kommisse bieten etwa 80 Kunsthandwerker an mehr als 40 Ständen ihre Waren an. In der weihnachtlich dekorierten Kommisse erstreckt sich der Adventsmarkt vom Saal bis ins Gewölbe.

Auch Hajos Feuerzangenbowle wird wieder auf dem Weihnachtsmarkt vertreten sein. Hajo kündigt vorerst zwei tolle Termine an: Am Mittwoch, 27. November, erwartet er um 19 Uhr den Feuerspucker Bill. Und am Mittwoch, 4. Dezember, ist die Uke-Box aus Wolfenbüttel zu Gast. Das sind fünf Ukulelenspieler, die viel Spaß machen.

Der Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt ist vom 26. November bis zum 23. Dezember täglich von 11 bis 21 geöffnet. Programmhefte gibt es im Rathaus und in der Tourist-Info am Stadtmarkt sowie im den Wolfenbütteler Einzelhandelsgeschäften.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder