Der Wolfenbütteler Schlossplatz steht vor der Fertigstellung

Wolfenbüttel.  Auf dem Wolfenbütteler Schlossplatz gehen die Umgestaltungsarbeiten zügig voran. Der Brunnenbauer stammt aus Wolfenbüttel.

Der neue Natursteinbrunnen auf dem Schlossplatz.  Nur das Wasser sprudelt noch nicht.

Der neue Natursteinbrunnen auf dem Schlossplatz.  Nur das Wasser sprudelt noch nicht.

Foto: Karl-Ernst Hueske

Die Arbeiten auf dem Schlossplatz gehen zügig voran. Das ist auch erforderlich, denn in einigen Monaten soll der Platz in neuem Glanz erstrahlen. Mittelpunkt des Platzes wird der Natursteinbrunnen sein, dessen äußere Gestaltung schon erkennbar ist. An der Wasserzufuhr wird derzeit noch von einer Firma aus Rostock gearbeitet, berichtete Paul Manner, der als Werkstattmeister der Lübecker Firma Natursteinwolf für den Bau des Natursteinbrunnens auf dem Schlossplatz zuständig war.

Für den 42-jährigen Steinmetzmeister ist der Brunnen auf dem Schlossplatz ein „besonderes Projekt“, denn Manner kommt aus Wolfenbüttel. Er wurde zwar in Frankfurt/Oder geboren, ist aber in Wolfenbüttel an der Lessing-Realschule und am Schlossgymnasium zur Schule gegangen, ehe er bei der Firma Kraft eine Steinmetzlehre absolvierte. Anschließend begab er sich auf eine „Odyssee durch ganz Europa“, wobei er insbesondere in Italien, Spanien und Portugal Erfahrungen im Umgang mit Natursteinen sammelte, ehe er dann bei der Firma in Lübeck anfing.

Drei Monate habe er mit seinem Team an dem Wolfenbütteler Brunnen zunächst in Lübeck gearbeitet. 20 Tonnen schwere Blöcke Wohus-Granit seien dort verarbeitet worden. Diese Blöcke seien per Lastwagen aus dem Abbaugebiet an Schwedens Ostküste in die Hansestadt Lübeck transportiert worden. 18 einzelne, bis zu 1,6 Tonnen schwere Teile seien nach der Bearbeitung dann per Lastwagen nach Wolfenbüttel gebracht, wo sie dann zu dem Natursteinbrunnen zusammengesetzt wurden. Insgesamt bestehe der Brunnen aus 46 Teilen. Manner ist froh darüber, dass sich die Stadt für europäische Materialien entschieden habe. Noch vor einigen Jahren seien in vielen Städte asiatische und speziell chinesische Steine gern verwendet worden.

Nun wartet der Steinmetzmeister auf die ersten Wasserstrahlen aus dem von ihm geschaffenen Brunnen. Allerdings müssen die Temperaturen dazu dauerhaft aus den Minusbereich entweichen. Da er noch viele Verwandte und Freunde in Wolfenbüttel hat, ist der 42-Jährige besonders stolz auf den neuen Brunnen. Schon als er den Auftrag für den Brunnen von seinem Chef Stefan Wolf erhalten habe, sei sei „Herz höher gesprungen“. Die Lübecker Firma Natursteinwolf ist eine der großen Brunnenbaufirmen in Deutschland. Laut Stefan Wolf habe seine Firma auch den Expo-Brunnen in Hannover, den Jung-Brunnen in Bad Harzburg oder den Brunnen beim Projekt „Innere Topographie des Terrors“ in Berlin geschaffen.

Aber nicht nur der Brunnen auf dem Schlossplatz steht vor der Fertigstellung. Die Info-Box vom Harztorplatz hat inzwischen auch einen neuen Standort auf dem Schlossplatz neben dem Zeughaus gefunden. Dort müssen nun noch die Anschlüsse hergestellt werden, ehe die neue Ausstellung Anfang März in der Box zu sehen sein wird. Auf der gegenüberliegenden Seite finden zudem umfangreiche Pflasterarbeiten statt. Das alte Pflaster wurde aufgenommen, Verfestigungsmaterial für das neue Pflaster wurde inzwischen angekarrt und wird auf der leergeräumten Fläche verteilt, ehe die Pflasterarbeiten auf diesem Platzteil beginnen.

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