Neuer Schlossführer stellt Museum Schloss Wolfenbüttel vor

Wolfenbüttel.  Neuer Schlossführer stellt das Museum Schloss Wolfenbüttel vor. Der Förderverein hat das 72-seitige Werk finanziert.

Sie stellten den neuen Museumsführer für das Schloss Wolfenbüttel vor (von links): Museumsleiterin Dr. Sandra Donner, Hiltrud Bayer und Christa Duesberg vom Förderverein sowie Autor Sebastian Mönnich.  

Sie stellten den neuen Museumsführer für das Schloss Wolfenbüttel vor (von links): Museumsleiterin Dr. Sandra Donner, Hiltrud Bayer und Christa Duesberg vom Förderverein sowie Autor Sebastian Mönnich.  

Foto: Karl-Ernst Hueske

Die Schlossräume dienten einst als Wohnung Gotthold Ephraim Lessing und als Buchhandlung. Französische Revolutionsflüchtlinge fanden hier Unterschlupf. Ein Theater, ein Kreisgericht zogen hier ein und auch eine Jugendherberge befand sich einst im Schloss, das heutzutage neben dem Gymnasium im Schloss und der Bundesakademie für kulturelle Bildung das Schloss Museum Wolfenbüttel beherbergt. Welche Schätze das Museum präsentiert, das ist einem neuen Museumsführer zu entnehmen, der soeben erschienen ist und für zehn Euro im Museum erhältlich ist.

Der alte Museumsführer sei über zehn Jahre alt gewesen. In dieser Zeit habe sich im Museum einiges verändert, berichtete Museumsleiterin Dr. Sandra Donner. So habe es 2014 und 2017 bauliche Veränderungen gegeben. Besonders schmerzlich sei zudem gewesen, dass das Museum Leihgaben der Welfen zurückgeben musste, da die Stadt die enormen Versicherungsgebühren nicht mehr tragen konnte und die Welfen diese Schätze bei einer Versteigerung „versilbert“ haben. 47 Möbelstücke, die im alten Museumsführer noch zu sehen waren, mussten aus dem Museum Wolfenbüttel entfernt werden. Das sei ein „schmerzhafter Verlust“ gewesen, erklärte Donner, die deshalb froh über das Angebot des Fördervereins war, einen neuen Museumsführer zu finanzieren. Etwa 10.000 Euro hat der Förderverein dafür aufgebracht, berichteten Hiltrud Bayer und Christa Duesberg vom Förderverein.

Der neue, im Gegensatz zum alten Führer „verschlankte“ Museumsführer habe ein sehr handliches Format, lobte Bayer. Autor Sebastian Mönnich beschrieb den Führer als „eine kulturelle Tafel Schokolade“, bei dem man den gleichen Genuss habe wie bei einer Tafel Schokolade, ergänzte Co-Autorin Sandra Donner. Auf 72 Seiten werden die Geschichte des Schlosses und die Museumsräume in Wort und sehenswerten Bildern vorgestellt. Autoren sind Dr. Sandra Donner, Markus Gröchtemeier und Sebastian Mönnich, die sich bemüht haben, das Leben im Schloss sehr anschaulich darzustellen. Schwerpunkt der Ausführungen ist die Zeit von Herzog Anton Ulrich in Wolfenbüttel.

Der Museumsführer sei hauptsächlich für externe Besucher des Museums gedacht, die nach einem Besuch des Museums noch zum Nachlesen und zur Erinnerung an den Museumsbesuch ein Mitbringsel mitnehmen wollen. Aber auch für Wolfenbütteler bietet der Führer interessante Einsichten in das Museum, das Donner nach Etablierung des Bürgermuseums nun wieder verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit rücken will.

Mitglieder des Fördervereins erhalten den Museumsführer übrigens als Jahresgabe, berichtete Bayer. Donner dankte dem Förderverein für den neuen Führer und warb für eine Mitgliedschaft in dem 200 Mitglieder umfassenden Förderverein. Im Jahresbeitrag von 25 Euro (Familien 35 Euro) sei der kostenlose Eintritt ins Museum enthalten.

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