Freiwilligenagentur will geflüchtete Frauen und Männer stärken

Wolfenbüttel  Mit Workshops soll die kulturelle und soziale Teilhabe von Frauen und Männern im Kreis gefördert werden.

Sie warben gemeinsam für das neue Projekt der Freiwilligenagentur, für das Anthea Engelhardt bereits Ansichtskarten entwickelt hat, (von links): Reiner Jüngst, Steffi Bischoff und Madeleine Martin.

Sie warben gemeinsam für das neue Projekt der Freiwilligenagentur, für das Anthea Engelhardt bereits Ansichtskarten entwickelt hat, (von links): Reiner Jüngst, Steffi Bischoff und Madeleine Martin.

Foto: Karl-Ernst Hueske

Die von Anthea Engelhardt entworfenen Ansichtskarten zum Projekt „Frauenpower“ der Freiwilligenagentur Wolfenbüttel zeigen Frauen, so wie sie sich die Organisatorinnen des Projekts wünschen: selbstbewusst, mutig und stark.

Aber die Realität ist oft eine andere, insbesondere auch bei Frauen, die nach einer langen Flucht mit traumatischen Erlebnissen in Wolfenbüttel gelandet sind. Dennoch besitzen auch diese Frauen, ebenso wie die sie begleitenden Männer, Ressourcen und Stärken, die sie als Person ausmachen, weiß Agenturleiterin Astrid Hunke.

Sie ist froh darüber, mit Steffi Bischoff und Madeleine Martin zwei Frauen gewonnen zu haben, die ein Projekt von Frauen für Frauen anbieten. Das vom Arbeiterwohlfahrt-Bundesverband unterstützte und von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration geförderte Projekt trägt den Titel „Frauenpower“.

Madeleine Martin erläutert: „Mit dem Projekt ,Frauenpower‘ möchten wir das Selbstbestimmungsrecht und Selbstbewusstsein von Frauen unterschiedlicher Herkunft stärken und ihre kulturelle und soziale Teilhabe im Landkreis Wolfenbüttel durch ehrenamtliche Angebote, Empowerment-Workshops und Themenpatenschaften fördern.“ Teilnehmen können nicht nur Flüchtlingsfrauen, sondern auch andere Frauen und – bei einem von Reiner Jüngst organisierten Kurs – auch Männer, die sich in Wolfenbüttel noch einleben müssen.

Jüngst, der als Lehrer auf viele Auslandserfahrungen zurückgreifen kann, hat bereits sehr positive Erfahrungen mit einer interkulturellen Männergruppe im Stadtteilzentrum Ulme gemacht. Mit diesem Erfahrungsschatz würde er auch gern weitere Gruppen vor allem im ländlichen Bereich gründen.

Einige Workshops für Frauen seien bereits geplant. Dazu zählen laut Bischoff eine Radfahrgruppe, eine Sport- und Schwimmgruppe sowie ein Computerkurs, bei dem den Frauen auch gezeigt wird, wie man einen Computer zusammenbaut. Frauen, die weitere Projekte anbieten können oder Frauenpatenschaften eingehen wollen, werden noch gesucht. Erste Frauenpatenschaften wurden schon vermittelt.

Wer sich in das Projekt einbringen will oder wer das Projekt als Sponsor unterstützen möchte, kann sich unter Tel: (0 53 31) 9 92 09 21 oder per Mail an frauenpower@frewillig-engagiert.de an die beiden Projektkoordinatoren Steffi Bischoff und Madeleine Martin wenden.

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