Pölig sammelte 150 Kilo Kronkorken fürs Eulenspiegel-Museum

Wolfenbüttel  Mit einer ungewöhnlichen Sepnde unterstützt Hans-Martin Pölig das Schöppenstedter Eulenspiegelmuseum. Er sammelte sechs Jahre lang Kronkorken.

Hans-Martin Pölig (rechts) überreicht Charlotte Papendorf Kronkorken.

Hans-Martin Pölig (rechts) überreicht Charlotte Papendorf Kronkorken.

Foto: Ruf

Hans-Martin Pölig ist ein kräftiger Mann. Trotzdem bringt er die riesige Schubkarre kaum in Bewegung. Mit elf Gemüsekisten voller Kronkorken ist sie beladen. Der 47-Jährige spendet sie für den Erhalt des Schöppenstedter Eulenspiegelmuseums.

Rund 150 Kilogramm wiegt die Spende, die Museumsleitern Charlotte Papendorf und Friedemann Schnur von der Stiftung Nord/LB-Öffentliche entgegen nehmen. Vor sechs Jahren habe er begonnen, in seinem Hofladen, der Gemüsescheune, auch eine Gaststätte zu betreiben, erzählt Gärtner Pölig. Seit dieser Zeit sammle er Kronkorken: „Ich habe immer gedacht, ich kann damit mal etwas Besonderes anfangen. Dann habe ich von der Spendenaktion für das Museum gehört. Das passt doch prima.“

Die Kronkorkensammelaktion haben die Till-Eulenspiegel-Museumsstiftung und die Stiftung Nord/LB-Öffentliche ins Leben gerufen. Die Aktion soll dazu beitragen, das Museum zu erhalten. Rund drei Millionen Stiftungskapital brauche man, um die Existenz zu sichern, erzählt. Friedemann Schnur, Referent der Stiftung Nord/LB-Öffentliche. Bislang habe man aber erst 500 000 Euro zusammen. Ein Instrument, das Kapital zu erhöhen, sei die Kronkorken-Aktion. Die gesammelten Flaschen-Verschlüsse werden als Alu-Schrott an die Salzgitter-AG verkauft. Den Erlös erhält die Stiftung.

Die Resonanz sei sehr gut. „Die Welle wird größer und größer“, sagt Schnur. Papendorf berichte, dass sie sogar aus Stuttgart Pakete mit Kronkorken erhalten habe.

Und Hans-Martin Pölig verspricht noch mehr Unterstützung: „Wir sammeln weiter.“

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