Mainz (ots) - Die größten Geschichten der Weltliteratur inspirieren immer wieder zu Neuinterpretationen. Im Rahmen der seit 2018 bestehenden Kooperation von 3sat und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf entstanden für die Reihe "KlassiXS – die großen Dramen in jungen Kurzfilmen" drei neue Kurzspielfilme, die sich Klassikern auf ihre ganz eigene Weise nähern. 3sat zeigt am Samstag, 9. Dezember 2023, ab 21.30 Uhr "Kruste" von Jens Kevin Georg nach der Erzählung "Die Verwandlung" von Franz Kafka, "Nichts ist schön" von Maximilian Martin nach Georg Büchners Drama "Leonce und Lena" und "Labsal" von Sarang Myeong auf der Basis der biblischen Erzählung von Adam und Eva sowie dem altorientalischen Lilith-Mythos. Alle drei Filme stehen ab Samstag, 9. Dezember 2023, 10.00 Uhr, in der 3satMediathek.

Eröffnet wird die Reihe "KlassiXS – die großen Dramen in jungen Kurzfilmen" um 21.30 Uhr von "Kruste". Frei nach Franz Kafkas "Die Verwandlung" aus dem Jahr 1915 setzt sich Jens Kevin Georg mit großer erzählerischer Kraft als Regisseur und Drehbuchautor mit Fragen der Identität und dem Wunsch nach Zugehörigkeit und Anerkennung auseinander. Aus Kafkas Protagonisten Gregor Samsa wird hier der zwölfjährige Fabi (Philip Moishe Kapell), der sich endlich als vollwertiges Mitglied seiner Familie beweisen möchte. Von der wird allerdings nur akzeptiert, wer zumindest eine erste, richtige Wunde, die dann zu einer Narbe verkrustet, vorweisen kann. Fabi ist immer noch narbenlos und damit aus Sicht seines Vaters (Sven Hönig) und Großvaters (Heinz Wanitschek) längst überfällig.

Um 21.55 Uhr folgt "Nichts ist schön" von Maximilian Martin. Der humorvolle und zugleich melancholische Film des jungen Regisseurs und Drehbuchautors überträgt das Lebensgefühl von Georg Büchners 1826 veröffentlichtem satirischen Theaterstück "Leonce und Lena" in die 20er-Jahre unseres Jahrhunderts. In Büchners fast 200 Jahre altem Klassiker laufen zwei Königskinder vor ihren jeweils arrangierten Hochzeiten davon. Als sich ihre Fluchtwege kreuzen, verlieben sie sich ineinander. In Martins humorvoller Neuinterpretation bricht die junge Leonie (Julia Müller) aus der Langeweile ihrer brandenburgischen Heimatstadt aus. Hals über Kopf haut sie mit ihrer besten Freundin Valeria (Elena Herzog) ab. Unterwegs platzt Lena (Nicole Widera) in Leonies Leben. Auch sie befindet sich auf der Flucht. Doch sie läuft nicht vor der Langeweile davon, sondern vor der eigenen Hochzeit.

Bildstark und eigenwillig adaptiert Sarang Myeong ab 22.25 Uhr in "Labsal" die Geschichte von Adam und Eva. Dabei verbindet die Filmemacherin die Erzählung aus dem 1. Buch Mose mit dem uralten mesopotamischen Mythos von Lilith, der ebenfalls in der Bibel erwähnten, sogenannten ersten Frau Adams. Im Mittelpunkt steht dabei zunächst die Frage: Was ist das Paradies? Eva (Dana Herfurth) und ihr Freund Adam (Karl Seibt) geben da unterschiedliche Antworten. Adam betreibt in Berlin einen stylischen, aber ziemlich düsteren Club namens "Eden". Rein dürfen hier nur diejenigen, die den Vorstellungen des Chefs entsprechen. Eva fühlt sich durch diese starren Grenzen und Regeln zunehmend eingeengt. Außerdem will sie wissen, was sich im Kern des Etablissements, einem riesigen Wasserbecken, verbirgt.

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