Althusmann: Berufung von Diess zum VW-Chef „sorgfältig abgewogen“

Hannover  Trotz der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen Diess sei es die richtige Entscheidung gewesen, sagte der CDU-Politiker.

Der VW-Aufsichtsrat hat die Berufung von Herbert Diess zum neuen Konzernchef nach Einschätzung des niedersächsischen Wirtschaftsministers Bernd Althusmann „sehr sorgfältig abgewogen“.

Foto: Armin Weigel/dpa

Der VW-Aufsichtsrat hat die Berufung von Herbert Diess zum neuen Konzernchef nach Einschätzung des niedersächsischen Wirtschaftsministers Bernd Althusmann „sehr sorgfältig abgewogen“. Foto: Armin Weigel/dpa

Der VW-Aufsichtsrat hat die Berufung von Herbert Diess zum neuen Konzernchef nach Einschätzung des niedersächsischen Wirtschaftsministers Bernd Althusmann „sehr sorgfältig abgewogen“. Trotz der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen Diess sei es die richtige Entscheidung gewesen, sagte der CDU-Politiker, der auch im Volkswagen-Aufsichtsrat sitzt, am Mittwoch in Hannover dem Wirtschaftsausschuss des Landtags. Er gehe davon aus, dass Diess den eingeleiteten Kulturwandel im Unternehmen umsetzen werde. Althusmann betonte auch, er hoffe, dass die Aufklärung der Abgasaffäre noch im laufenden, spätestens Anfang des kommenden Jahres abgeschlossen werde.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt im Dieselskandal gegen Diess wie auch gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn und Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch wegen möglicher Marktmanipulation. Gegen Winterkorn wird zusätzlich auch wegen Betrugs ermittelt. Diess hatte erst einige Monate vor Bekanntwerden des Skandals bei VW angeheuert, aber im Juli 2015 an einem Treffen teilgenommen, bei dem Führungskräfte über Unregelmäßigkeiten von Abgaswerten in den USA informiert wurden.

Diess hatte vor kurzem seinen Vorgänger Matthias Müller an der Konzernspitze abgelöst. Damit verbunden war ein massiver Konzernumbau. Diess hat angekündigt, VW schlagkräftiger zu machen. Die Autobranche ist mitten in einem grundlegenden Wandels, hin zu alternativen Antrieben, immer mehr Internet im Auto und autonomen Fahrzeugen. dpa

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