Knapp 2000 Forderungen gegen VW

Braunschweig  Im Musterverfahren ist die Anmeldefrist abgelaufen.

VW-Aktionäre, die im Abgas-Skandal vorerst nicht klagen, aber die Verjährungsfrist nicht riskieren wollten, konnten beim Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig Ansprüche anmelden. Insgesamt seien 1955 Anmeldungen mit Forderungen von insgesamt 350 Millionen Euro eingegangen, teilte das Gericht gestern mit. Die Frist dafür ist nun abgelaufen.

Für sie gilt allerdings nicht die Entscheidung aus dem Musterverfahren, das 2018 startet. Die Anmeldung bewirkt nur, dass Ansprüche bis Abschluss des Musterverfahrens nicht verjähren.

Klägerin im Musterverfahren ist die Sparkassen-Fondstochter Deka Investment. In dem Prozess sind laut OLG zudem 1550 Klagen mit einer Gesamtforderung von rund 3 Milliarden Euro gebündelt. Insgesamt seien am Landgericht Braunschweig bisher etwa 1640 Klagen mit Forderungen von rund 9 Milliarden Euro erhoben worden. Die Anleger werfen dem VW-Konzern vor, zu spät über die finanziellen Folgen des Abgas-Betrugs informiert zu haben. Der Aktienkurs war nach dessen Bekanntwerden abgestürzt. VW weist den Vorwurf zurück.

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