Hausfeld will Audi-Chef verklagen

Wolfsburg  Im Abgas-Skandal habe er mit seiner Unterschrift Kunden betrogen.

Audi-Chef Rupert Stadler steht schon länger unter Beschuss.

Audi-Chef Rupert Stadler steht schon länger unter Beschuss.

Foto: Imago stock

Die US-Kanzlei Hausfeld wird im Abgas-Skandal auch Audi-Chef Rupert Stadler verklagen. Das kündigte der Leiter des deutschen Büros, Christopher Rother, am Freitag an. Denn Stadler habe sämtliche Übereinstimmungsbescheinigungen unterschrieben; diese sollen belegen, dass das Auto die EU-Vorgaben erfüllt. In den Bescheinigungen erkläre er, dass das gekaufte Fahrzeug mit dem Fahrzeugtyp übereinstimme, der in der Typgenehmigung beschrieben ist. Diese Erklärung ist nach Auffassung der Anwälte falsch.

Das Kraftfahrt-Bundesamt habe festgestellt, dass wegen der unzulässigen Abschalteinrichtung eine Übereinstimmung nicht mehr gegeben sei. Das gehe aus einem Bescheid hervor, der in einem Zivilprozess von der Gegenseite vorgelegt wurde. Audi hätte die Autos mit Betrugs-Software folglich nicht in den Verkehr bringen dürfen, argumentieren die Anwälte. Da Stadler dies ihrer Ansicht nach wusste, müsse er sich wegen Betrugs verantworten.

Ein Audi-Sprecher wollte sich am Freitag nicht zu der Klage äußern. Hausfeld hat in der Affäre zahlreiche Klagen angestrengt, unter anderem vertritt die Kanzlei die Online-Plattform My-right.de, bei der sich nach eigenen Angaben fast 32 000 betroffene Kunden registriert haben.

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